Int. Fußball - Brasilien: Stadionunfall fordert acht Verletzte

Ein Unfall in einem Stadion in Brasilien mit acht Verletzten hat erneut Fragen zur Sicherheit im Gastgeberland der WM-Endrunde im kommenden Jahr aufgeworfen. Während einer Begegnung der südamerikanischen Copa Libertadores zwischen Gastgeber Gremio Porto Alegre und LDU aus Ecuador drückten die Fans beim Jubel über das 1:0 in der 62. Minute so stark gegen Absperrungen, dass diese einknickten.

Mehrere Menschen stürzten drei Meter in die Tiefe. Bei dem als "Avalanche" bekannten Jubel-Ritual der Gremio-Anhänger stürmen die Fans nach Toren zeitgleich nach vorne an den Zaun.

"Wir könnten das Stadion für eine bestimmte Zeit schließen", sagte Polizeichef Rodrigues Goulart, "denn wir wollen nicht, dass eine Tragödie passiert. Vielleicht sollte man die Tribüne schlichtweg bestuhlen."

Testspiel im selben Stadion

Zwar finden in dem vor zwei Monaten eröffneten Stadion weder Confed-Cup- noch WM-Spiele statt, am 9. Juni bestreiten Brasilien und Frankreich allerdings ein Testspiel.

"Wir werden alles unternehmen, um die Sicherheit der Zuschauer während der Turniere zu gewährleisten", sagte derweil José Maria Marin, der Präsident des brasilianischen Verbandes CBF.

Bei einer Brandkatastrophe in einer Disko der südbrasilianischen Universitätsstadt Santa Maria waren wenige Tage zuvor 233 zumeist junge Studenten ums Leben gekommen.

VIDEO: Gremio-Lawine sorgt für Panik

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen