Int. Fußball - Rätselraten um Neymar-Vertrag

Neymar gilt als der kommende Superstar im Weltfußball. Der 20-jährige Überflieger aus Brasilien wird bereits seit Jahren von diversen europäischen Top-Klubs auf Schritt und Tritt beobachtet und immer wieder umworben. Vor einem Jahr soll der FC Barcelona einen Vorvertrag mit seinem Klub, dem FC Santos, geschlossen haben. Doch die Konkurrenz lässt nicht locker und zweifelt dieses Schriftstück an.

Bis 2014 läuft der Vertrag des Dribbelkünstlers beim FC Santos noch - plus zweijähriger Verlängerungsoption seitens des Vereins. Doch viele Klubs würden den Brasilianer gerne schon ein Jahr vor dessen Heim-WM vom Zuckerhut nach Europa holen.

Im vergangenen Jahr reiste deshalb Barcelonas Sandro Rosell nach Brasilien, um einen Vorvertrag abzuschließen und die ständigen Annäherungsversuche von Real Madrid zu unterbinden.

Wie die "Marca" berichtet, stimmte der Barca-Präsident bei dieser Gelegenheit zu, 40 Millionen Euro zu zahlen, um Neymar entweder im Sommer 2013 oder spätestens 2014 unter Vertrag nehmen zu können. Eine Anzahlung in Höhe von zehn Millionen Euro soll er damals ebenfalls bereits geleistet haben.

Vorvertrag "null und nichtig"?

Außerdem wurde offenbar eine Strafe vertraglich festgehalten, falls die Abmachung gebrochen würde - ebenfalls in Höhe von 40 Millionen Euro. Im Zweifelsfall müsste also derjenige Klub, der Neymar verpflichtet, zur abgemachten Ablösesumme noch 40 Millionen Euro extra an den FC Santos zahlen, damit die Brasilianer diesen Betrag nach Barcelona überweisen können.

Doch all das konnte die Konkurrenz nicht abschrecken. Wie "El Mundo Deportivo" berichtet, ist vergangenen Dienstag nun Txiki Bergiristain, der Sportdirektor von Manchester City, nach Brasilien gereist, um mit dem FC Santos in Verhandlungen zu treten.

Genau wie Real Madrid sollen auch die Briten momentan untersuchen, inwiefern der Vorvertrag von Barcelona überhaupt wasserdicht ist. "Marca" jedenfalls berichtet unter Berufung auf einen Juristen, dass das Papier vor einem ordentlichen Gericht "null und nichtig" sei.

Neymar legt sich nicht fest

Doch egal wie sich der Poker um Neymar entwickelt und am Ende ausgeht, sicher ist: Es werden wieder horrende Ablösesummen bezahlt werden, und der verspielte Dribbelkünstler mit den extravaganten Frisuren könnte zum teuersten Transfer der Fußball-Geschichte werden.

Neymar selbst jedenfalls scheint weiter offen für alles zu sein: "Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich mir die Angebote anhören, die mein Berater für mich bereithält", so der Paradiesvogel. Nach Vorvertrag und Barcelona-Liebe klingt das nicht.

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