Int. Fußball - Absturz eines Supertalents

Vor gut drei Jahren galt Michael Johnson als eines der größten Talente im englischen Fußball. Der U21-Star unterschrieb bei Manchester City einen Fünfjahresvertrag, der ihm insgesamt rund 12,5 Millionen Euro einbringen sollte. Jetzt aber sieht alles anders aus: Johnsons Karriere ist am Ende und der 24-Jährige hat gerade eine Abfindung kassiert, weil City ihn vor die Tür gesetzt hat.

Als er im Jahr 2006 als 18-Jähriger sein Premier-League-Debüt gab, hoffte man in Manchester, einen echten Juwel ausgegraben zu haben. Der FC Liverpool bot wenige Wochen später bereits zwölf Millionen Euro für den Junioren-Nationalspieler.

Doch der damalige City-Trainer Sven-Göran Eriksson sagte, er würde ihn noch nicht einmal gegen Steven Gerrard tauschen.

Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf.

Eine Unterleibs-Operation brachte die Karriere des Jungstars ins Stocken und anschließend gelang es Johnson nicht mehr, sich zurück zu kämpfen.

Kein Einsatz seit Oktober 2009

Aus dem Super-Talent ist ein Problemkind geworden. Wie ein von ihm auf Twitter veröffentlichtes Bild zeigt (siehe unten), hat Johnson zugenommen - an Profi-Sport ist momentan nicht zu denken.

Seit drei Jahren, genauer seit dem League-Cup-Spiel gegen Scunthorpe im Oktober 2009, als Johnson eingewechselt wurde und noch ein Tor erzielte, hat der Mittelfeldspieler nicht mehr für die erste Mannschaft seines Klubs auf dem Platz gestanden.

Es hieß, Johnson gehe zu gern feiern und City-Trainer Roberto Mancini entschied, dass er den Jugend-Nationalspieler nicht mehr brauchen könne und verlieh ihn 2011 nach Leicester City. Doch nach nur einem halben Jahr schickte Leicester Johnson verletzt zurück.

Zwei Mal Alkohol am Steuer

Den "Manchester Evening News" gestand Johnson nun, dass er "seit einigen Jahren" wegen mentalen Problemen in Behandlung sei. Er sei mit dem großen Druck, den das Leben eines Profi-Fußballers mit sich bringt, und dem ständigen öffentlichen Interesse nie klar gekommen. "Ich wäre dankbar, wenn man mich jetzt für den Rest meines Lebens in Ruhe lassen würde", so Johnson, der im Jahr 2012 gleich zwei Mal mit Alkohol am Steuer erwischt wurde.

Eigentlich wollte man den Abgang des einstigen Hoffnungsträgers in Manchester nicht an die große Glocke hängen, doch nachdem das Twitter-Bild die Runde machte und Diskussionen aufkamen bestätigten die "Blues" schließlich die Zahlung einer Abfindung. Wie die "Sport Bild" berichtet, soll der Vertrag bereits vor Weihnachten aufgelöst worden sein.

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen