Hopman Cup - Schock für Petkovic: Tränen und Schmerzen

Die Leidenszeit von Andrea Petkovic geht weiter: Beim Hopman Cup im australischen Perth musste die 25 Jahre alte Darmstädterin ihr Match gegen Ashleigh Barty beim Stand von 6:4 wegen einer Knieverletzung unter Tränen aufgeben. Ihr Seuchenjahr 2012, indem sie zahlreiche Turniere Absagen musste, endet damit mit einem neuerlichen Rückschlag.

Andrea Petkovic konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Schluchzend saß sie auf der Bank, das Gesicht verzerrt. Vor Schmerz? Vor Verzweiflung? Hinter der Bande schlug Vater Zoran die Hände vors Gesicht. "Das darf doch nicht wahr sein!" Bereits im ersten Spiel der neuen Saison verweigerte Petkovic' Körper erneut den Dienst. Beim Hopman Cup in Perth streikte wieder einmal das rechte Knie. Ein Schock für Deutschlands ehemals beste Tennisspielerin.

6:4 hatte Petkovic gerade den ersten Satz gegen die junge Australierin Ashleigh Barty für sich entschieden und war auf dem Weg zum Sieg. Bange Sekunden später die Gewissheit: Ihr Seuchenjahr 2012 endet so, wie es angefangen hat: Mit einer Verletzung. Die genaue Diagnose musste bis zur Kernspin-Untersuchung am Sonntagmorgen (Ortszeit) warten.

Sieben Monate Leidenszeit im Jahr 2012

Petkovic hatte im Januar nach dem Turnier in Brisbane über Rückenprobleme geklagt, eine Untersuchung ergab einen Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk. Bereits im dritten Match nach ihrem Comeback auf die Tour rissen bei Petkovic im April beim WTA-Turnier in Stuttgart die Bänder im rechten Sprunggelenk.

Es folgte das Aus für die French Open, Wimbledon und Olympia in London. Insgesamt sieben Monate musste sie während der zurückliegenden Saison pausieren. Beim Hopman Cup, der inoffiziellen Mixed-WM, wollte Petkovic gemeinsam mit Tommy Haas mit einem Erfolg in die neue Saison starten. Der 34-jährige Haas hatte das erste Einzel gegen Bernard Tomic im Auftaktduell gegen Gastgeber Australien nach fünf vergebenen Satzbällen im ersten Durchgang mit 6:7 (6:8), 6:3, 5:7 verloren.

Rittners "wenn" wird bittere Realität

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hatte nie an der Rückkehr ihres einstigen Aushängeschilds gezweifelt. "Ich glaube zu hundert Prozent, dass sie es wieder in die Top 15 schafft", sagte Rittner und erklärte: "Wenn Petko auf ihren Körper hört und sich nicht wieder verletzt, wird sie 2013 ihren Weg zurückgehen. Sie ist einfach zu gut und zielorientiert."

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