Hetze gegen Tunesiens Olympia-Helden

Habiba Ghribi und Oussama Mellouli haben in London für große Erfolge Tunesiens gesorgt. Leichtathletin Ghribi holte über 3000 m Hindernis Silber, die erste Olympia-Medaille überhaupt für eine Frau aus Tunesien. Schwimmer Mellouli gewann Gold und Bronze. Doch beide werden nun übel angefeindet.

Radikal-islamistische Gruppierungen in Tunesien forderten über soziale Internet-Plattformen die Regierung auf, Ghribi die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Die 28-Jährige, so die Vorwürfe, habe sich zu freizügig gekleidet bei ihrem Olympia-Auftritt. Ghribi war in London im üblichen National-Dress der Leichtathleten an den Start gegangen.

Fruchtsaft im Ramadan

Derweil nahm die Extremisten-Gruppe "Ansar al Chariaa" bei Facebook Oussama Mellouli ins Visier.

Der Freiwasserschwimmer, der über 1500 m im freien Stil Bronze und über im Marathon über Kilometer Gold abräumte, habe vor seinem Rennen Fruchtsaft getrunken. "Ansar al Chariaa" kritisierte, dass der 28-Jährige dies während des muslimischen Fasten-Monats Ramadan getan habe.

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