Handball - Karabatic-Vertrag aufgelöst

Der im Zuge der Wettaffäre in Ungnade gefallene ehemalige Welthandballer Nikola Karabatic hat seinen Vertrag bei Montpellier HB aufgelöst und steht innerhalb der französischen Liga unmittelbar vor einem Wechsel zum Abstiegskandidaten Aix-en-Provence. Montpellier gab auf seiner Internetseite die Auflösung des bis 2016 datierten Kontrakts bekannt.

Auf seiner Facebook-Seite bestätigte Karabatic bereits, dass beide Vereine Einigung erzielt hätten. Nur die Erlaubnis der französischen Liga LNH stehe noch aus. "Daher habe ich auch weder die Kündigung bei MAHB noch den Vertrag bei Aix unterschrieben. Ich hoffe aber, dazu am Samstag in der Lage zu sein", sagte Karabatic.

Demnach würde der 28-Jährige bei Aix-en-Provence auch wieder mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Luka zusammenspielen. Luka Karabatic und Montpellier hatten sich im November 2012 aufgrund des Wettskandals getrennt, in Aix-en-Provence hatte der Kreisläufer einen Vertrag bis Mitte 2014 unterzeichnet.

Rückkehr nach Kiel möglich

So lange dürfte Nikola nicht bleiben. Im Sommer wird mit einem Wechsel in die Bundesliga oder nach Spanien gerechnet. Seinem Ex-Klub THW Kiel ist der Doppel-Olympiasieger von seinem Berater bereits angeboten worden. "Und eine definitive Absage hat er von uns nicht bekommen", hatte THW-Manager Klaus Elwardt während der WM in Spanien im Gespräch mit dem SID erklärt.

In seiner Heimat musste Karabatic wegen der Wettaffäre am Dienstag aussagen. Statt eines durchschnittlichen Einsatzes von 5000 Euro waren am 12. Mai 2012 im Spiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes über 80.000 Euro auf die Begegnung gesetzt und damit Gewinne von knapp 300.000 Euro gemacht worden. Nikola Karabatic hatte in besagtem Spiel wie einige seiner Teamkollegen verletzungsbedingt gefehlt.

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