Grand Prix Brasilien - Schafft Vettel den Titel-Hattrick?

Die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft ist Red Bull seit dem Grand Prix der USA zum dritten Mal in Folge sicher. In Brasilien will die Truppe rund um Teamchef Christian Horner auch den dritten Fahrertitel hintereinander feiern. Der zweimalige und amtierende Weltmeister Sebastian Vettel kommt mit einem Vorsprung von 13 Punkten auf den ebenfalls zweifachen Weltmeister Fernando Alonso nach Sao Paulo.

hätte seinen dritten Titel mit Platz vier auch im Falle eines Alonso-Sieges sicher.

"Die 4,3 Kilometer lange Rennstrecke wird die Bühne für das diesjährige WM-Finale", sagt Vettel, der den Grand Prix von Brasilien 2010 (damals der vorletzte Saisonlauf) gewann und damit den Grundstein für seinen ersten WM-Titel legte über den Kurs in Interlagos. Im vergangenen Jahr kam Vettel in Brasilien hinter Red-Bull-Teamkollege Mark Webber als Zweiter ins Ziel, nachdem er diesen im Rennen über weite Strecken im Griff hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Deutsche seinen zweiten WM-Titel bereits seit Wochen sicher.

Am kommenden Wochenende steht den Fans in Sao Paulo erstmals seit 2008 die Titelentscheidung beim letzten Saisonrennen ins Haus. Angesichts des angekündigten Regens erhält der Schlagabtausch zwischen Vettel und Alonso zusätzliche Würze. Doch auch ohne den Wetterfaktor wird es nach Ansicht des WM-Spitzenreiters "aufregend, denn wir haben es mit einer Kombination aus leidenschaftlichen Fans und einer Rennstrecke, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird, zudem sehr hoch liegt und über eine Menge Bodenwellen verfügt, zu tun".

Das Autodromo Jose Carlos Pace liegt mehr als 700 Meter über dem Meeresspiegel. "Für die Motoren ist das hart, denn es bedeutet, dass wir rund 40 PS verlieren", weiß Vettel. Aufgrund der Tatsache, dass es auf dem 4,309 Kilometer langen Kurs überwiegend Linkskurven gibt, bereitet sich der WM-Spitzenreiter eigener Aussage zufolge mit "speziellen Trainingseinheiten, um die Nackenmuskeln zu stärken, auf Sao Paulo vor".

Webber hofft auf problemloses Saisonfinale

Teamkollege Webber, der neben seinem Vorjahressieg auf einen weiteren Triumph in Interlagos (2009) zurückblickt, bezeichnet den Kurs als "legendäre Rennstrecke mit einer großartigen Atmosphäre und regelmäßigen Dramen". Nach seinem Ausfall in Austin hofft der Australier in erster Linie auf "ein problemloses Wochenende".

Mit "einem sauberen Start und einem fehlerfrei laufenden Auto" plant Webber "ein starkes Ergebnis beim Saisonabschluss einzufahren". Der zweifache Brasilien-Sieger bezeichnet die Tatsache, dass das Saisonfinale in einem Land stattfindet, welches insgesamt acht Fahrer-Weltmeisterschaften in den Annalen stehen hat, als "großartige Art und Weise, das Jahr abzuschließen".

Dank der überaus erfolgreichen einheimischen Formel-1-Piloten in der Vergangenheit ist der Ausflug nach Brasilien "eines meiner Lieblingswochenenden, denn Leute wie Senna, Piquet und Fittipaldi haben dem Sport wahnsinnig viel gegeben", so Webber mit Blick auf deren Titelsammlungen.

Video: Formel 1: Eine Runde mit Vettel in Interlagos

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