Grand Prix Brasilien - Hamilton und Vettel top, Alonso lauert

Beim ersten Abtasten in Brasilien hat sich Sebastian Vettel in guter Verfassung präsentiert und musste sich nur knapp Lewis Hamilton geschlagen geben. Der Red-Bull-Pilot reihte sich neun Tausendstel hinter dem Briten im McLaren auf dem zweiten Platz im 1. Freien Training ein. Vettels WM-Rivale Fernando Alonso wurde Fünfter, hinter Vettels Teamkollegen Mark Webber und Jenson Button.

An diesem Wochenende findet nicht nur die Formel-1-Saison 2012 ihr Ende, auch der Titelkampf um die Fahrer-Krone wird entschieden.

Die besten Karten dank des besseren Autos und 13 Zählern Vorsprung hat Vettel. Doch der Große Preis von Brasilien in Sao Paulo hat in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere Überraschung bereitgehalten.

Ohne Überraschungen verlief hingegen das 1. Freie Training zum Großen Preis von Brasilien am Freitagvormittag, das bei knapp über 25 Grad Luft- und über 40 Grad Asphalttemperatur stattfand.

Am Ende hatte Hamilton die Nase mit einer Bestzeit von 1:14.131 Minuten vorn, um 0,009 Sekunden knapp vor Vettel und dessen Red-Bull-Teamkollegen Webber (+0,067 Sekunden). Button im zweiten McLaren belegte mit 0,086 Sekunden Abstand Rang vier.

Neue Reifen erstmals im Einsatz

Die beiden Ferrari-Fahrer Alonso (+0,261) und Felipe Massa (+0,585) folgten auf den Positionen fünf und sechs vor Romain Grosjean im Lotus (+0,588), Paul di Resta im Force India (+0,607), Pastor Maldonado im Williams (+0,884) und Nico Hülkenberg im zweiten Force India auf Rang zehn (+0,919).

Vettel spulte 35 Runden ab, einen nicht unerheblichen Teil davon auf den 2013er-Experimentalreifen, die Pirelli zu Testzwecken als zusätzlichen Satz zur Verfügung stellt. Zwar hinkte sein RB8 in Sachen Topspeed auf den Geraden wie so oft deutlich hinterher, aber auf der Stoppuhr fehlten nur wenige Tausendstel auf Hamilton.

Mit den Experimentalreifen, die er anfangs ganz seinem Teamkollegen Felipe Massa (6./+0,585) überließ, verkürzte Alonso seinen Rückstand im letzten Run noch auf 0,261 Sekunden, womit die Scuderia näher dran zu sein scheint als zuletzt beim US-Grand-Prix.

Starke MCLaren ein Vorteil für Vettel?

Andererseits sollte Alonso das Rennen nach Möglichkeit gewinnen, weshalb ein stark aufgestelltes McLaren-Team zusätzlich zu WM-Gegner Red Bull auch ein Nachteil sein könnte.

Die Positionen elf und zwölf gingen an Michael Schumacher im Mercedes (+0,983) und Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi (+1,124) vor dessen Teamkollegen Sergio Perez (+1,265). Kimi Räikkönen wurde im Lotus 16. (+1,688). Nico Rosberg im zweiten Mercedes musste sich mit 2,184 Sekunden Abstand mit Rang 18 begnügen. Timo Glock belegte im Marussia mit 2,375 Sekunden Abstand Rang 20.

Am späten Nachmittag haben die Teams und Fahrer die zweite und letzte Gelegenheit des Tages, die Strecke zu testen.

eurosport.yahoo.de meldet sich ab 17:00 Uhr mit dem 2. Freien Training im Liveticker wieder!

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