Fußball - Tognoni: Mit William keine Chance auf Korruption

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Weil es mit Prinz William an der Spitze der Bewerbung keine Chance auf Korruption gab, war England 2010 bei der Vergabe der Fußball-WM 2018 chancenlos. Dies behauptete zumindest der langjährige Mediendirektor und frühere Marketing-Chef des Fußball-Weltverbandes FIFA, Guido Tognoni, am Donnerstag bei einer Veranstaltung von SportTreff.Köln und Macromedia-Hochschule beim Deutschlandfunk in Köln.

"Bei einer Bewerbung mit Prinz William hatte England von Anfang an verloren: Mit ihm gab es keine Chance auf Korruption", sagte Tognoni im Rückblick auf die Abstimmung am 2. Dezember 2010 in Zürich. Sie war von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter durchgedrückt worden, obwohl es Korruptionsverdacht gegen zwei Mitglieder des Exekutivkomitees gab. England war bereits in der ersten Runde mit nur 2 von 22 Stimmen ausgeschieden. Russland hatte in der zweiten Runde mit 13 Stimmen vor den Doppelbewebern Spanien und Portugal (7) sowie Niederlande und Belgien (2) gesiegt.

Guido Tognoni war zwischen 1984 und 2003 in verschiedenen leitenden Funktionen bei der FIFA und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) tätig, dabei unter anderem Projektleiter der Fußball-WM 1990 in Italien, 1994 in den USA und der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden. Nach einem Zerwürfnis mit Blatter ist der ehemalige Journalist ein heftiger Kritiker der Zustände bei der FIFA. Tognoni ist heute als Berater und Rohstoff-Broker tätig.

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