Fußball - Starks Fehler: Wohl kein Verfahren gegen Schmelzer

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Fußball-Nationalspieler Marcel Schmelzer von Borussia Dortmund wird für seinen Platzverweis im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2:3) aller Voraussicht nach nicht gesperrt. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker teilte mit, Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) habe "einen Fehler eingeräumt". Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes werde deshalb "am Montag die Einstellung des Verfahrens gegen Marcel Schmelzer beantragen".

Der Linksverteidiger war von Stark in der 35. Minute wegen eines vermeintlichen Handspiels auf der Torlinie des Feldes verwiesen worden, Wolfsburg erhielt einen Elfmeter zugesprochen. Fernsehbilder zeigten jedoch deutlich, dass der 24-Jährige den Ball mit dem Knie abgewehrt hatte.

"Wir haben die Bilder nach dem Spiel analysiert mit dem Beobachter. Für mich war das auf dem Spielfeld klar: Handspiel auf der Torlinie - und das führt eben zu einem Strafstoß und einer Roten Karte. Anhand der Fernsehbilder hat man natürlich gesehen, dass kein Handspiel vorlag - somit ein Wahrnehmungsfehler. Ein klarer Fehler von mir. Das tut mir natürlich leid!", sagte der Schiedsrichter Liga total!.

Zudem gestand der FIFA-Referee ein, dass ihm die Fehlentscheidungen an die Nieren gehen. "Man muss das Ganze auch erst einmal verarbeiten. Innerlich rumort es in einem", sagte er: "Es ist unser Leistungsanspruch, keinen Fehler zu machen. Das muss jetzt erst mal ein, zwei Tage sacken und wir werden auch noch das eine oder andere Gespräch führen im Team: Noch einmal die Situation anschauen, wie das passieren kann und wie man das beim nächsten Mal verhindern kann. Vielleicht hat auch die Position nicht gestimmt oder hat man sich irgendwie verleiten lassen. Das weiß ich jetzt nicht. Aber es war ein klarer Fehler."

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