Fußball - HSV-Kader wird ausgemistet, Stars sollen bleiben

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Trotz der angespannten finanziellen Situation beim Hamburger SV will der Fußball-Bundesligist im Sommer keine Stars verkaufen. Zwar sei es eine "theoretische Option" durch Transfers von Leistungsträgern wie Heung-Min Son das drohende Millionen-Minus aufzufangen, "aber es wäre in der Entwicklung der Mannschaft ein Rückschritt", sagte Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender des HSV, in der Sendung Doppelpass bei Sport1.

Den Hanseaten droht zum dritten Mal in Serie im laufenden Geschäftsjahr ein satter Fehlbetrag in der Bilanz. Laut Medienberichten könnte das Minus im zweistelligen Millionenbereich liegen. "Es kann mehr werden. Es kann aber auch weniger werden, deutlich weniger", sagte Jarchow, "das hängt von der Entwicklung der kommenden Monate ab."

Auf jeden Fall sollen zur kommenden Saison Spieler den Verein verlassen, um Gehälter einzusparen und Ablösen zu kassieren. "Wir müssen im Sommer den Kader verkleinern. Das haben wir im Winter nicht geschafft, im Sommer werden wir an diesem Ziel weiter arbeiten", sagte Jarchow, der sich zuversichtlich zeigte, den Südkoreaner Son über 2014 halten zu können: "Ich gehe davon aus, dass wir den Vertrag von Heung-Min Son in nächster Zeit verlängern. Wir wissen, was wir an ihm haben und sind nicht weit weg von den internationalen Plätzen. Wieso sollten wir ihn da abgeben?"

Eigentlich wollte der HSV in der abgelaufenden Winter-Transferperiode rund sechs Millionen Euro an Einnahmen generieren. Allerdings konnte Sportdirektor Frank Arnesen mit Robert Tesche (ausgeliehen an Fortuna Düsseldorf), Paul Scharner (ausgeliehen an Wigan Athletics) und Tom Mickel (SpVgg Greuther Fürth/ablösefrei) nur drei Spieler abgeben. Spieler wie Gojko Kacar oder Marcus Berg, Topverdiener in Hamburg ohne sportliche Perspektive, konnte Arnesen dagegen nicht verkaufen.

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