Formel 1 - "Hamilton wird keine Rennen gewinnen"

Schon sein bisheriger Teamkollege Jenson Button konnte den Wechsel von McLaren zu Mercedes nicht nachvollziehen und nun äußert auch Ex-Formel-1-Pilot Allan McNish Zweifel darüber, ob Lewis Hamiltons Entscheidung die richtige war. Der Weltmeister von 2008 kehrte seinem langjährigen Arbeitgeber und Förderer aus dem britischen Woking den Rücken und fährt fortan für die Silberpfeile aus Stuttgart.

Und das obwohl McLaren in der abgelaufenen Saison mal wieder deutlich konkurrenzfähiger war als Mercedes.

"Ich denke nicht, dass Lewis 2013 in der Lage sein wird, Rennen zu gewinnen und auch nicht, dass sein Auto 2014 gut genug dafür sein wird", prognostiziert McNish, der 2002 selbst für Toyota in der Formel 1 fuhr, gegenüber "Express.co.uk" und weist dabei auch auf die umfangreichen Reglementänderungen im nächsten Jahr hin, die vor allem den Motorenbereich betreffen.

McNish zieht Vergleich mit Villeneuve

Der Schotte führt als mahnendes Beispiel den Teamwechsel des ehemaligen Weltmeisters Jacques Villeneuve an, der Ende 1998 sein Cockpit beim durchaus konkurrenzfähigen Williams-Team aufgab um fortan für den neugegründete BAR-Rennstall zu fahren: "Danach hat er kein einziges Rennen mehr gewonnen", weist McNish darauf hin, dass Wechsel nicht stets mit Erfolg verbunden sind.

Beim angesprochenen Sieg von Mercedes in China, erzielt von Nico Rosberg, handelte es sich lediglich um einen Lichtblick. Anschließend stürzte der Rennstall nämlich regelrecht ab und versank immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. Am Saisonende musste man sich mit Rang fünf begnügen nachdem man in den letzten sechs Rennen nur sechs Punkte geholt hatte.

McNish: "Hamilton hätte abwarten sollen"

"Seit dem Sieg hat sich bei Mercedes viel verändert", stellt McNish fest, der davon ausgeht, dass die Vertragsverhandlungen zwischen Hamilton und Mercedes nach dem China-Sieg aufgenommen wurden. Der 43-Jährige hätte an Hamiltons Stelle erst noch eine Saison abgewartet: "Er hätte noch ein Jahr abwarten sollen um dann zu schauen, wie sich die Situation auf dem Fahrermarkt entwickelt." Als Top-Team gäbe es sowieso nur eine Wahl: "Red Bull und Adrian Newey sind selbst nach Regeländerungen immer vorne. Der Rest muss immer nur auf sie aufholen."

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