Formel 1 - Di Montezemolo: Ferrari statt Parlament

Luca di Montezemolo verzichtet auf eine Kandidatur im italienischen Wahlkampf, wie er der italienischen Zeitung 'La Repubblica' verriet: "Ich werde nicht um einen Sitz im Parlament kämpfen", erklärt di Montezemolo mit Blick auf die Wahlen Ende Februar. Di Montezemolo ist unter anderem die Arbeit bei Ferrari wichtiger.

Der 65-Jährige hatte sich 2009 an der Gründung der Partei Italia Futura beteiligt.

Kursierten noch vor einem Jahr Gerüchte, dass di Montezemolo selbst nach dem einem hohen Amt im Staat strebe, sagt er jetzt dem Mitte-rechts-Bündnis um den aktuellen Ministerpräsidenten Mario Monti seine Unterstützung zu. Bei Italia Futura vertraut der 65-Jährige auf seine Weggefährten:

"Ich werde den vielen kompetenten Leuten das Feld überlassen, die sich in den vergangenen Jahren engagiert haben", so di Montezemolo, der zurücksteckt: "Es ist nur fair, ihnen die Hauptrolle zu zuzugestehen."

Entscheidung für Ferrari

Die Entscheidung ist nicht nur eine gegen die Politik, sie ist auch eine für Ferrari. Schließlich hatte es in Italien Befürchtungen gegeben, di Montezemolo könne in einer möglichen Doppelfunktion als Abgeordneter, Minister oder gar als Ministerpräsident in ein Spannungsverhältnis mit seinen Aufgaben bei der Scuderia geraten. "Ich werde vor und nach der Wahl ein leidenschaftlicher Unterstützer sein, aber in einer Position, die in keinem Verdacht steht, einen Interessenkonflikt hervorzurufen", stellt di Montezemolo klar.

Der Mann mit dem blauen Sakko, der seit dem Jahr 1991 die Geschicke bei Ferrari leitet, sieht seine Partei dennoch auf einem guten Weg und deutlich weiter als bei der Gründung vor mehr als drei Jahren: "Italia Futura ist im Begriff, etwas viel Umfassenderes zu werden", erkennt di Montezemolo. "Ich werde nicht an der Spitze dieser Bewegung stehen. Aber natürlich wird es für mich eine politische Heimat sein genau wie für zehntausende Anhänger von Italia Futura und Millionen Wähler."

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