Eurosport - Sportjahr 2013: Highlights im Großpack

Auch ohne Olympia, eine Fußball-WM oder -EM wartet der Sport 2013 mit zahlreichen Höhepunkten auf. Rund 60 Welt- und 50 Europameisterschaften stehen auf dem Programm, und nicht nur dies.

Sebastian Vettel zum vierten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister? WM-Medaillenflut im alpinen und nordischen Ski, im Biathlon, in der Leichtathletik oder im Schwimmen?

Auch im "Zwischenjahr" ohne Olympia, Fußball-WM oder -EM verspricht der Sport 2013 viele Höhepunkte mit zahlreichen deutschen Hauptdarstellern.

Vettel vor Viererpack?

Ganz nach oben strebt jedenfalls wieder Sebastian Vettel. Nur knapp dreieinhalb Jahre dauerte es vom ersten Start in der Formel 1 am 17. Juni 2007 in Indianapolis bis zum ersten WM-Titel am 14. November 2010 in Abu Dhabi. Zwei weitere folgten. Und 70 Prozent der deutschen Bevölkerung glauben laut einer Umfrage daran, dass der Heppenheimer sogar die sieben Titel seines zurückgetretenen Vorbildes Michael Schumacher übertrifft.

Start der neuen Saison ist am 17. März in Melbourne, spätestens beim Finale am 24. November wird die Entscheidung fallen. Fest steht dagegen noch nicht, ob der Große Preis von Deutschland am 7. Juli in Hockenheim oder auf dem Nürburgring ausgetragen wird.

Wo der andere deutsche Weltmeister der PS-Branche seine Visitenkarte abgeben wird, ist bekannt. Motorrad-Champion Sandro Cortese startet nach dem Titelgewinn in der Moto3-Klasse am 14. Juli auf dem Sachsenring, dieses Mal allerdings in der Kategorie Moto2.

Medaillensegen im Schnee

Formel 1 und Motorrad stehen für zwei von rund 60 Weltmeisterschaften im kommenden Jahr. Hinzu kommen etwa 50 EM-Titelkämpfe. Highlights sind aus deutscher Sicht fünf "große" Weltmeisterschaften. Den Auftakt machen die Alpinen um Maria Höfl-Riesch vom 4. bis 17. Februar im österreichischen Schladming. Fast parallel dazu (6. bis 17. Februar) ermitteln die Biathleten um die neue Siegläuferin Miriam Gössner im tschechischen Nove Mesto ihre Weltmeister.

Fast übergangslos geht es weiter. In Val di Fiemme findet die Nordische WM statt (20. Februar bis 3. März). Im Blickpunkt stehen die Skispringer um "Chef-Adler" Severin Freund und Newcomer Andreas Wellinger.

Jubliäum und Traumpaar

Die Tennisfans können sich auf eine weitere Saison mit den Topstars der Männer-Tour und den starken deutschen Damen freuen - die Grand Slams werden sicherlich zu den absoluten Highlights 2013 gezählt werden können.

Im Sommer feiert die Tour de France ihr 100. Ausgabe und dürfte den deutschen Assen wie Weltmeister Tony Martin oder den Sprintern André Greipel und Marcel Kittel Chancen für Etappensiege bieten.

Bei den Schwimmern in Barcelona (19. Juli bis 4. August) ruhen die Hoffnungen trotz des verpatzten Olympia auf dem deutschen Traumpaar Britta Steffen und Paul Biedermann, bei den Leichtathleten in Moskau (10. bis 18. August) vor allem auf den Werfern um Deutschlands Sportler des Jahres Robert Harting.

Fußballers: Finals im Blick

Für die Fußball-Nationalmannschaft gilt es, ihre ausgezeichnete Ausgangsposition in der Qualifikation für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien auszubauen. Nach einem Testspiel am 6. Februar in Paris gegen Frankreich geht es für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am 22. März in Astana gegen Kasachstan wieder um wichtige Punkte. Nach der letzten Partie am 15. Oktober in Schweden dauert es gut sechs Wochen, ehe am 3. Dezember im Gastgeberland Brasilien die Auslosung der Endrundengruppen stattfindet.

Noch wichtiger ist das Jahr 2013 für die Vereinsmannschaften: Erstmals haben sieben deutsche Teams die Vorrunde im Europapokal überstanden und können von den europäischen Endspielen träumen.

Die deutschen Fußball-Frauen haben ihr Highlight im Juli bei der EM in Schweden. Die Handballer stehen im Januar bei der WM in Spanien mit einem jungen Team vor einer Bewährungsprobe. Für die Eishockey-Nationalmannschaft geht es Anfang Februar gegen die Niederlande, Italien und Österreich um das Olympia-Ticket für Sotschi. Drei Monate später steht die WM in Stockholm und Helsinki an.

Bach vor Krönung?

Ganz oben auf dem Olymp könnte im 2013 Thomas Bach ankommen. Der Wirtschaftsanwalt und Fecht-Olympiasieger von 1976 gilt gut acht Monate vor der Session des Internationalen Olympischen Komitees in Buenos Aires (10. September) als heißer Kandidat auf die Nachfolge von Jacques Rogge. Der Belgier räumt nach den zwei laut Statuten möglichen Amtszeiten seinen Stuhl. Drei Tage zuvor wird in der argentinischen Metropole der Gastgeber der Sommerspiele 2020 gewählt. Zur Auswahl stehen Tokio, Madrid und Istanbul.

Ob IOC-Vize Thomas Bach 31 Jahre nach seinem Debüt in der Athleten-Kommission das höchste Amt im Weltsport überhaupt anpeilt, lässt er beharrlich offen.

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