Europa League - Krisen-VfB: Europa League als Aufbauhilfe

Die Europa League als Aufbauhilfe: Der VfB Stuttgart hofft im Zwischenrunden-Hinspiel (21:05 im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) gegen den KRC Genk auf ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis, um den Weg aus der Krise zu finden und vor der wegweisenden Bundesliga-Partie am Sonntag (17:30 Uhr) bei 1899 Hoffenheim für neuen Mut zu sorgen.

"Wir müssen schauen, wie wir aus dieser Situation rauskommen. Es gilt für uns, wieder in die Spur zu kommen", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Torwart Sven Ulreich ergänzte: "Wir können einiges gutmachen und uns in diesem Spiel das Selbstvertrauen erarbeiten, das wir brauchen. Wir können ja nicht alles verlernt haben."

Aber ob ein Sieg gegen Genk ein gutes Omen wäre? Nach den bisherigen drei Erfolgen in der Europa League gegen Moskau (2:0), Kopenhagen (2:0) und Bukarest (5:1) folgten in der Bundesliga gegen Wolfsburg (0:1), Hannover (2:4) und Freiburg (0:3) drei Pleiten.

Blick geht auch nach Hoffenheim

Damit sich die Geschichte nicht wiederholt, wird dem Spiel gegen den Drittletzten Hoffenheim in Stuttgart schon jetzt eine besondere Bedeutung beigemessen. "Wir haben es in Hoffenheim selbst in der Hand, den Vorsprung auszubauen und nicht noch weiter abzurutschen", meinte Sportdirektor Fredi Bobic.

Längst geht der Blick beim VfB eher nach unten als erneut in Richtung internationale Plätze. "Man sollte sich nicht zu sicher sein. Unser Ziel heißt jetzt erst einmal 40 Punkte", betonte Bobic. 25 Zähler hat der VfB bisher geholt. Doch erst einmal will der VfB gegen den Tabellenvierten aus Belgien gewinnen, um den Trend umzukehren. Fraglich ist jedoch noch der Einsatz von Christian Gentner (Bluterguss am Schienbein).

Schon jetzt stecke der VfB mitten "im Dreck", wie es Bobic nach dem 1:4 gegen Bremen am Wochenende drastisch formuliert hatte. "Nur mit Erfolgserlebnissen" komme man da wieder raus. Aber er weiß auch: "Das wird ein harter und schwieriger Weg."

"Müssen Ruhe ausstrahlen"

Einmal mehr ist deshalb Labbadia vor der Partie gegen Genk, das vor allem auf Torjäger Jelle Vossen (16 Ligatore) setzt, als Krisenmanager gefragt. Vor dem ersten internationalen Auftritt in diesem Jahr wollte der 47-Jährige jedoch "nicht draufhauen, das bringt jetzt nichts. Ich kann jetzt nicht alles verändern. Wir müssen bei aller Hektik Ruhe ausstrahlen."

Immerhin glaubt Labbadia die Gründe für die Talfahrt zu kennen: "Es fehlt an Selbstvertrauen. Wir sind in einer Phase, in der uns Kleinigkeiten zurückwerfen. Uns fehlen Leute, die in die Bresche springen", sagte er: "Jetzt wird es wieder ein Kraftakt."

Trennung von Labbadia wäre teuer

Noch steht der Trainer nicht in der Kritik, auch wenn es nach dem Bremen-Spiel vereinzelte "Bruno-raus"-Rufe gegeben hatte. Erst vor zwei Wochen hatte er seinen Vertrag beim VfB bis 2015 verlängert. Eine fatale Situation für die finanziell angeschlagenen Schwaben: Eine Trennung von Labbadia, sollte sich die sportliche Situation weiter verschlechtern, käme dem Verein sehr teuer.

Doch noch denkt daran keiner, auch wenn der VfB erst zweimal in seiner Bundesliga-Geschichte noch schlechtere Phasen erlebt hatte. In der Saison 1986/87 musste der damalige Trainer Egon Coordes nach sieben Niederlagen in Serie gehen. 1974/75 gab es sechs Pleiten am Stück - der VfB stieg ab. - Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist, Gentner (Maxim) - Harnik, Okazaki, Traoré - Ibisevic

Trainer: Labbadia

Genk: Köteles - Fernandez, Simaeys, Koulibaly, Tshimanga - Kumordzi, Hyland - Buffel, Joseph-Monrose - Vossen, De Ceular

Trainer: Been

Schiedsrichter: Manuel de Sosa (Portugal)

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