Eisschnelllauf - Shorttracker Seifert sorgt für Sensation

Paukenschlag durch Robert Seifert: Der Shorttracker aus Dresden hat für den ersten deutschen Weltcup-Erfolg auf einer Einzel-Strecke gesorgt. Im japanischen Nagoya verwies der 24-Jährige über die 500 m in 41,314 Sekunden überraschend den Doppel-Olympiasieger Charles Hamelin aus Kanada (41,332) auf den zweiten Platz. Dritter wurde der US-Amerikaner Travis Jayner (41,398).

"Ich habe es auch jetzt noch nicht realisiert, das kam wirklich überraschend, fühlt sich aber gut an", sagte Seifert, der sein Glück herausbrüllte:

"Ich habe nach dem Zielstrich die Faust hochgerissen und irgendetwas geschrien. Die Luft musste raus." Für den Junioren-Weltmeister von 2006 war es der größte Erfolg seit dem Gewinn von WM-Silber im vergangenen Jahr mit der Staffel.

Kaum Zeit zum feiern

Der wurde gebührend, aber nur kurz gefeiert. "Man hat den Tag gut ausklingen lassen, mit einer Feier auf dem Hotelgang. Nichts übertreiben, wir mussten ja auch gleich packen", sagte Seifert, der am Montag nach Shanghai weiterreist

Auf den ersten Weltcup-Block hatte der Dresdner wegen einer Adduktorenverletzung noch verzichten müssen. Die Blessur spürte Seifert auch in Japan noch, bekam es aber dank des Physiotherapeuten in den Griff. Das Finale sei am Ende ein "eher unspektakulärer Lauf" gewesen: "Ich bin als Erster weggekommen - und war bis fast zum Schluss ganz alleine, konnte eine gute Bahn laufen, obgleich es mir an Ausdauer noch fehlt."

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