Eisschnelllauf - Pechstein in Russland ausgebremst

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Erst ausgebremst, dann aufgehalten: Eisschnellläuferin Claudia Pechstein haben ihre direkten Gegnerinnen beim Auftakt des Weltcups im russischen Kolomna zu schaffen gemacht. Über die 1500 m lief die fünfmalige Olympiasiegerin am Samstag in 1:58,27 Minuten auf den zehnten Rang, nachdem sie durch einen frühen Sturz der Niederländerin Lotte van Beek fast das gesamte Rennen alleine bewältigen musste. Im Massenstart fuhr der lange Zeit führenden 40-Jährigen eine ihrer Konkurrentinen direkt vor die Füße und verbaute ihr als Viertplatzierte den Sprung auf das Podest.

Pechstein knüpfte damit nicht ganz an den guten Auftritt beim Weltcup-Start in Heerenveen an, als sie über die 1500 m den vierten Platz und im Massenstart auf Rang drei gelaufen war.

"Es ist schon schade. So lange allein zu laufen, ist nicht optimal", sagte Chef-Bundestrainer Markus Eicher nach dem 1500-m-Rennen. Der Sieg ging in Saisonbestleistung an Marrit Leenstra aus den Niederlanden (1:55,04). Im Massenstart, der es laut Weltverband ISU bis 2018 ins olympische Programm schaffen soll, gewann die Südkoreanerin Kim Bo-Reum (8:40,77).

Bei den Männern zeigte "Heimkehrer" Alexej Baumgartner (Chemnitz) ein solides Rennen. Der in Russland geborene Sohn einer deutschen Mutter und eines russischen Vaters war über die 5000 m angetreten und landete mit persönlicher Saisonbestleistung in 6:26,17 Minuten auf dem 14. Platz. Einen Rang besser positionierte sich Marco Weber (München), der in 6:25,65 Minuten seinen schnellsten Lauf der Saison zeigte. Überragender Athlet war Olympiasieger Sven Kramer (Niederlande), der in 6:10,62 einen Bahnrekord und Saisonbestleistung aufstellte.

Am Sonntag greift auch Stephanie Beckert in den Wettkampf ein. Über die 3000 m will die 24-Jährige ihren Erfolg aus Heerenveen wiederholen. Schärfste Konkurrentin im Kampf um den Sieg ist dabei erneut die tschechische Doppel-Olympiasiegerin Martina Sablikova. Auch Pechstein startet auf der Langstrecke.

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