Eisschnelllauf - Pechstein überzeugt erneut über 5000 m

Erst der Schlussturbo von Martina Sablikova machte Claudia Pechsteins erneuten Coup zunichte: Mit einer starken Vorstellung hat sich die 40-Jährige den zweiten Platz im ersten 5000-m-Lauf der Saison gesichert. In 7:01,05 Minuten musste sich Pechstein nur der Tschechin Sablikova (7:00,75) knapp geschlagen geben. Für Stephanie Beckert (7:02,52) reichte es lediglich zu Platz vier.

"Das war eine ganz tolle Leistung von Claudia. Das Eis war heute nicht so gut wie in den letzten Tagen, aber sie ist konstant durchgelaufen", sagte Chef-Bundestrainer Markus Eicher. Sablikova, die seit zwei Jahren über die 5000 m unbesiegt ist, lag bis zur Schlussrunde hinter Pechstein, kämpfte sich aber noch an ihr vorbei.

Für Pechstein war das Rennen auch eine Bestätigung ihrer herausragenden Form. Am vergangenen Wochenende hatte die fünfmalige Olympiasiegerin in Kolomna/Russland mit dem Sieg über die 3000 m überrascht.

Beckert agierte über weite Phasen des Rennens auf Augenhöhe mit Sablikova, baute aber in den letzten Runden etwas ab. "Es ist schade, dass es für sie nicht auf das Podium gereicht hat. Es ist immer wieder schwierig, gegen Sablikova zu laufen. Sie hat am Ende nicht mehr die Geschwindigkeit erhöhen können, das war enttäuschend", sagte Eicher.

Geisreiter verpasst Top Ten

Bei den Männern verpasste Moritz Geisreiter hat eine Top-Ten-Platzierung, seinen Platz in der stärkeren A-Gruppe aber verteidigte der 24-Jährige erfolgreich. Im Lauf über 1500 m reichte es für Geisreiter in 1:47,90 Minuten nur zu Rang 14. Der Sieg ging an den zweimaligen US-Olympiasieger Shani Davis (1:46,01).

Auch in der Teamverfolgung konnten die deutschen Herren nicht mit der Weltspitze Schritt halten. Geisreiter, Alexej Baumgärtner und Marco Weber landeten nach 3200 m in 3:46,96 Minuten auf Rang acht. Der Sieg ging an die favorisierten Niederländer (3:41,27).

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