Deutsches Team begeistert empfangen

Die deutschen Olympioniken sind mit der "MS Deutschland" in Hamburg eingetroffen. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit dem Traumschiff in der Hafencity an. Auf dem letzten Stück der Reise wurde der Olympia-Dampfer von rund 80 kleineren Booten die Elbe hinab begleitet.

Rund 10.000 Besucher säumten bei strahlendem Sonnenschein schon von Wedel und Blankenese an das Ufer, noch einmal 10.000 warteten seit dem Morgengrauen im Hafen. Ein Shanty-Chor aus der Hansestadt in traditionellen Fischerhemden empfing die Sportler mit der deutschen Nationalhymne und norddeutschen Liedern. Neun der elf deutschen Olympiasieger waren an Bord.

"Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff", sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste an Land, "ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte". Und Turner Fabian Hambüchen ergänzte: "Es waren zwei tolle Tage, am besten war die Pool-Party gestern Abend." Fechterin Britta Heidemann strahlte und sagte: "Das ist echt überwältigend, das kann man nur richtig genießen." Und für Ruder-Olympiasieger Eric Johannesen war die Ankunft in seiner Heimatstadt schlicht der "Wahnsinn".

Wer am besten feiern kann, verkündete Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen: "Auf dem Schiff haben die Hockey-Spieler gewonnen, im Deutschen Haus waren wir aber unschlagbar". Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte traute ihren Augen kaum und meinte: "Normalerweise werden nur Fußballspieler so toll empfangen". Und Helena Fromm (Taekwondo Bronze) betonte: "Olympia war grandios, die Stimmung in der Stadt, in der Halle und das hier in Hamburg kommt da nah dran."

Empfang im Hamburger Senat

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig empfingen die Sportler und den DOSB-Präsidenten Thomas Bach in der Hansestadt. "Wir sehen hier eine tolle erfolgreiche Olympia-Mannschaft, die wir feiern", sagte Bach.

"Es gab viele Highlights bei den Spielen, London hat das toll gemacht", sagte Scholz im NDR-Fernsehen. "Ich bin stolz, dass die Fahrt mit der 'MS Deutschland' möglich war und dann unter der richtigen Flagge". Die Reederei wollte das Schiff vor kurzem noch aus Kostengründen nicht mehr unter deutscher, sondern unter maltesischer Flagge fahren zu lassen. Auf erheblichen öffentlichen Druck zog die Reederei die Entscheidung jedoch zurück. Albig fand den Empfang "einfach geil. Respekt für die tolle Begrüßung, für diese Stadt und für die Sportler".

Die nach zwei Partynächten auf dem Schiff müden Athleten präsentierten ihre Medaillen und schrieben Autogramme. Danach sollte es dann mit fünf Barkassen durch Hamburgs Kanäle zum Rathaus gehen. Dort stand ein offizieller Senatsempfang auf dem Programm.

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