Davis Cup - Lopez sauer über Nichtnominierung

Feliciano Lopez ist verärgert darüber, dass er nicht zum spanischen Kader im Davis-Cup-Finale in Tschechien gehört. Der spanische Davis-Cup Kapitän Alex Corretja nominierte neben den Einzelspielern David Ferrer und Nicolas Almagro das Erfolgsdoppel Marcel Granollers / Marc Lopez, das vor wenigen Tagen überraschend die ATP World Tour Finals in der Doppelkonkurrenz in London gewonnen hatte.

Das Endspiel wird in der O2-Arena in Prag auf einem schnellen Hartplatz gespielt, ein Belag, der der Spielweise des aufschlagstarken Lopez entgegenkommt.

"Der Platz ist ideal für mein Spiel"

"Ich sah es so, dass ich spiele. Ich verstehe die Entscheidung nicht, auch wenn ich sie respektiere. Auf der fachlichen Ebene ist das schwer nachzuvollziehen. Fragen sie Berdych, gegen welchen Gegner er nicht gerne spielen würde. Wenn jemand ihn auf diesen Platz schlagen kann, dann bin ich das. Der Platz ist ideal für mein Spiel. Aber das Doppelteam muss spielen, nachdem sie das ATP-Finale gewonnen haben", sagte Lopez der spanischen Sport-Webseite "AS.com". Allerdings hatte Corretja seinen Kader bereits vor Beginn des Saisonfinals in London bekanntgegeben.

Lopez ist damit nur als Ersatzmann in Prag dabei. Für den 31-Jährigen wäre es der fünfte Einsatz in einem Davis-Cup-Finale gewesen. Der Linkshänder spielte 2003 bei der Endspiel-Niederlage in Australien sein allererstes Davis-Cup-Match.

Er unterlag im Doppel an der Seite des heutigen Kapitäns Corretja. In den siegreichen Davis-Cup-Saisons von Spanien in den Jahren 2008, 2009, 2011 war Lopez bei jedem Spiel dabei. 2008 steuerte er im Endspiel in Argentinien einen Einzelsieg (gegen Juan Martin del Potro) sowie den Doppelsieg zum Davis-Cup-Titel der Spanier bei.

2009 holte Lopez mit seinem Stamm-Doppelpartner Fernando Verdasco den dritten Punkt im Endspiel gegen die Tschechen Berdych und Radek Stepanek. Im Vorjahr verlor Lopez mit Verdasco bei 2:0-Führung das Doppel gegen Argentinien. Es war das bislang letzte Mal, dass der Linkshänder im Davis Cup zum Einsatz kam.

Statistik spricht für Lopez

Die Statistik gibt Lopez Recht, dass Berdych eher ungern gegen den Spanier spielt. Im direkten Vergleich mit dem Tschechen hat Lopez eine 4:3-Bilanz vorzuweisen.

Die letzten beiden Hartplatzspiele hat der 31-Jährige klar für sich entschieden sowie auch ein Davis-Cup-Einzel gegen Berdych vor acht Jahren auf einem schnellen Teppichboden gewonnen. Berdych wird es also freuen, dass er unter anderem gegen seinen "besonderen Spezi" Almagro spielen muss. Der Tscheche führt im direkten Vergleich gegen Almagro mit 8:3 und hat diesen bereits als die Schwachstelle im Team der Spanier ausgemacht.

Für Lopez bleibt der kleine Trost, dass er während des Davis-Cup-Finals mit dem Davis Cup Commitment Award ausgezeichnet wird. Der 31-Jährige hat das Minimum von 20 Weltrgruppenspielen, die für diesen Preis notwendig sind, vorzuweisen und ist einer von sieben Spaniern, die den Davis Cup Commitment Award erhalten.

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