Davis Cup - Ferrer erzwingt Entscheidungseinzel

David Ferrer hat Spanien wieder zurück ins Rennen um den Davis-Cup-Sieg gebracht. Er schlug den Tschechen Tomas Berdych nach einer starken Vorstellung letztlich ungefährdet in drei Sätzen mit 6:2, 6:3 und 7:5 und glich damit zum 2:2 aus. Somit muss das vierte Einzel die Entscheidung bringen. Vorgesehen hierfür sind Radek Stepanek auf Seiten der Gastgeber und Nicolas Almagro für die Spanier.

Der 33-jährige Stepanek hatte am Freitag das Auftaktmatch gegen US-Open-Halbfinalist Ferrer in drei Sätzen (3:6, 4:6, 4:6) verloren. Spaniens Nummer zwei Almagro hatte sich danach Stockholm-Gewinner Berdych in fünf Durchgängen (3:6, 6:3, 3:6, 6:7, 3:6) beugen müssen.

Am Samstag hatte das Doppel Berdych/Stepanek den Gastgebern durch ein 3:6, 7:5, 7:5, 6:3 gegen die World-Tour-Champions Marcel Granollers und Marc Lopez den ersten Matchball erspielt.

Doch Hoffnungsträger Berdych waren am Sonntag die körperlichen und mentalen Strapazen der Vortage anzumerken. Vor allen Dingen gegen den Aufschlag und die Vorhand von Ferrer, der den verletzten Rafael Nadal als spanische Nummer eins glänzend vertrat, fand der Tscheche auf dem schnellen Hartplatz nur selten ein Mittel. Für Berdych war es nach 10:0 Siegen im Davis Cup in diesem Jahr die erste Niederlage. Mit Erfolg Nummer elf hätte er den Rekord von Ivan Ljubicic (Kroatien) aus dem Jahr 2005 einstellen können.

In allen drei Sätzen gelang Ferrer gegen Berdych ein frühes Break. Der 30-jährige Spanier hatte am Ende 38 direkte Gewinnpunkte (23 davon mit der Vorhand) und eine starke Quote von 76 Prozent erster Aufschläge auf dem Konto.

Vor 32 Jahren hatte Tschechien, damals noch als Tschechoslowakei und angeführt von Ivan Lendl, zum bislang einzigen Mal den Davis Cup gewonnen. Spanien hat den traditionsreichen Mannschaftswettbewerb in den vergangenen vier Jahren dreimal für sich entschieden. Mit fünf Triumphen seit 2000 sind die Iberer das dominierende Team in diesem Jahrtausend. Vor drei Jahren hatten Nadal und Co. Tschechien durch ein 5:0 im Finale in Barcelona eine bittere Niederlage zugefügt.

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