Costa-Aufholjagd gibt Anlass zur Sorge

Der riesige Vorsprung, den Bas Schothorst (TDS Racing) vor Albert Costa (Oregon Team) hatte, ist mittlerweile soweit zusammengeschmolzen, dass den Holländer und den Spanier vor dem Rennen auf der Rennstrecke Paul Ricard lediglich vier Punkte trennen.

Durch das nahende Ende der Saison steigt die Spannung weiter und obwohl Bas Schothorst nach wie vor die Gesamtwertung anführt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Fortsetzung der Aufholjagd seines immer selbstbewussteren Kontrahenten zu verhindern.

Für Bas Schothorst hätte die Saison mit vier Rennsiegen in Folge nicht besser beginnen können; und auch die Experten waren sich einig, dass der Holländer die Marke von 11 Siegen von Stefano Comini knackt, durch die dieser die Eurocup Megane Trophy im Jahre 2011 gewinnen konnte. Der Fahrer aus dem Team TDS Racing bewies auf dem Nürburgring eine ähnliche Konstanz, wo er im ersten Rennen den dritten Platz und im zweiten Rennen den fünften Rennsieg der Saison erreichen konnte.

Comini brennt auf einen Sieg

Seitdem ist jedoch bei Bas Schothorst nicht viel zusammengelaufen. Mit nur einem sechsten und fünften Platz in Russland und einem fünften und vierten Platz in Ungarn steht er unter dem Druck, das Rennen auf der Rennstrecke Paul Ricard gewinnen zu müssen, wo er in der vergangenen Saison seinen ersten Rennsieg in dieser Rennserie feiern konnte.

Die Saison von Albert Costa verlief genau umgekehrt zur Saison von Bas Schothorst. Der ehemalige Fahrer eines einsitzigen Rennwagens, Gewinner des Formel Renault 2.0 Eurocup vor drei Jahren, und Fahrer mit einem Rennsieg in der Formel Renault 3.5 hatte an den ersten beiden Rennwochenenden Probleme, Fuß zu fassen. Durch seinen ersten Sieg in der Eurocup Megane Trophy auf dem Nürburgring stieg er jedoch in das Rennen um den Titel ein und ein weiterer Sieg auf der Rennstrecke in Moskau, gefolgt von einem Doppelsieg in Ungarn haben ihn zurück ins Spiel gebracht. Mit einem Rückstand von gerade einmal vier Punkten träumt der formstarke Mann aus Barcelona jetzt davon, die Meisterschaft im nächsten Monat in seiner Heimat zu entscheiden.

Während seiner fortlaufenden Bemühungen kann sich der Fahrer aus dem Oregon Team auf die Unterstützung seiner Teamkameraden Kevin Gilardoni, Niccolo Nalio und Fabien Thuner verlassen. Als Dritter der Gesamtwertung hat sich auch Kevin Gilardoni schnell in der Megane Trophy zurechtgefunden und will nach seinen bislang drei Platzierungen auf dem Treppchen nun einen Rennsieg einfahren. Als Sieger auf der Rennstrecke in Moskau kämpft Fabien Thuner nach wie vor um den dritten Platz der Gesamtwertung, ein Ziel, das sich auch Nalio gesteckt hat.

Seit seiner Rückkehr in die Rennserie konnte der aktuell Führende im Clio Cup Italien Stefano Comini (Team Lompech Sport) mit jeweils einem zweiten Platz und einem Ausfall in Russland und Ungarn zwei identische Rennwochenenden genießen. Bei nur noch zwei ausstehenden Rennwochenenden wird der Schweizer darauf brennen, einen Sieg für sein Team zu holen.

Im Wettbewerb der Gentlemen Drivers steht Jean-Charles Miginiac (Team Lompech Sport) unterdessen kurz vor dem Gewinn des Titels. Aktuell hat er 85 Punkte Vorsprung vor dem nächsten Herausforderer Jeroen Schothorst (TDS Racing) und braucht nach dem Rennwochenende auf der Rennstrecke Paul Ricard einen Vorsprung von 50 Punkten, um sich den Titel zu sichern, was aufgrund seiner aktuellen Form eine Formalität sein sollte.

Schließlich wird das Team Equipe Verschuur auf der französischen Rennstrecke seine Rückkehr in die Rennserie feiern, wobei Franz Verschuur zwei Megane-Trophy-Rennwagen an den Start schicken wird, einer für Richard Kressner, der in der letzten Saison vier Mal dabei war, und der andere für Jakub Knoll. Der Tscheche, der bereits Erfahrungen im Formel Renault 2.0 Eurocup sammeln konnte und aktuell in der GT-Rennserie fährt, gibt sein Debüt in der Eurocup Megane Trophy.

TV-Tipp:

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