Butschkow sucht weiter nach Nationaltrainer

Der Deutsche Schwimm-Verband hat mehr inländische als ausländische Bewerber für die Stelle des Bundestrainers. Die Kandidaten verfügten "über eine hohe Sozial- und Fachkompetenz. Die Zahl ist aber nicht unermesslich groß", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. Die Stelle soll zum 1. Dezember neu besetzt werden. Der DSV hatte sich Ende 2011 nach ständigen Querelen von Dirk Lange getrennt.

Vor dem DSV-Verbandstag mit Präsidiumswahlen am 9. November sollen Bewerbungsgespräche geführt werden. "Wir wollen uns zeitlich nicht unter Druck setzen lassen", erklärte Buschkow.

In die Entscheidung solle auch die Arbeit der von der DSV-Führung eingesetzten Strukturkommission einfließen. Das elfköpfige Gremium wird am Freitag in Frankfurt/Main das erste Mal darüber beraten, wie nach den medaillenlosen Olympischen Spielen die Beckenschwimmer mit Blick auf Rio 2016 wieder international konkurrenzfähig werden können.

Lambertz will langfristiges Konzept

Freistil-Weltrekordler Paul Biedermann favorisiert einen ausländischen Bundestrainer. Als bislang einziger deutscher Coach hat der Essener Stützpunktrainer Henning Lambertz seine Bewerbung öffentlich gemacht. Allerdings will der 41-jährige Lambertz eine langfristige Anstellung über 2016 hinaus und Rio eher als "Durchgangsstation" eines langfristigen Aufbaukonzeptes sehen.

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