Buntes - Prügelattacke hat Konsequenzen

Zwei Kölner Fußballanhänger lauerten am 22. April Bundesliga-Profi Michal Kadlec aus Leverkusen und dessen Freundin vor einer Disco auf. Sie schlugen auf den tschechischen Nationalspieler ein und brachen ihm dabei das Nasenbein. Dafür haben sie jetzt vor dem Amtsgericht in Köln die Quittung bekommen.

Die Täter wurden zu 80 Stunden Sozialarbeit verdonnert, dazu gab es für den einen zwei Jahre auf Bewährung, für den anderen zehn Monate. Was aber noch viel schlimmer ist. Sie müssen 110.000 Euro Schadenersatz zahlen, haben entsprechende Anerkenntnisse schon unterschrieben.

100.000 Euro gehen an Kadlec' Arbeitgeber Bayer Leverkusen, weil der Spieler zweimal operiert werden musste und deswegen nicht spielen konnte. "Wir haben das Urteil zur Kenntnis genommen, können die Summe 30 Jahre lang einfordern", sagt Leverkusens Kommunkationsdirektor Meinolf Sprink. Wie die arbeitslosen Täter das Geld aufbringen wollen, ist fraglich.

Die restlichen 10.000 Euro gehen an den Spieler. Der nimmt das Urteil wie folgt zur Kenntnis: "Ich finde es gut, dass sie sich entschuldigt haben. Aber das bringt mich jetzt auch nicht weiter. Ausgerechnet vor der EM mit Maske zu spielen, das werde ich nie vergessen."

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