Buntes - Ein Pfiff, der 580.000 Euro kostete

Der von Europol aufgedeckte Wettskandal hat die Fußball-Welt erschüttert, doch Sportwetten sind vielen Fans trotzdem wichtig. Sie hoffen auf den großen Gewinn und fiebern daher umso stärker mit den Athleten mit. Dementsprechend groß ist der Ärger, wenn etwas schief geht. Für einen Briten bedeutete das jetzt, dass er rund 580.000 Euro verpasste.

Der Mann aus Oldham hatte drei Pfund auf eine Kombinationswette aus vier Spielen gesetzt, die abwegiger kaum sein konnte:

Er wettete auf das 2:2 von Brentford gegen Chelsea, das 3:2 von Oldham gegen Liverpool und hatte auch beim 2:3 von Celtic Glasgow gegen St. Mirren Recht - drei Überraschungen, drei Mal richtig getippt.

Als dann auch noch Leeds United im FA-Cup gegen Tottenham Hotspur mit 2:1 führte, steuerte der Oldham-Fan auf einen Gewinn von 506.562 britischen Pfund zu. Das einzige, was noch fehlte: das 3:1 für Leeds.

Und in der Nachspielzeit kam es nach einer Hotspur-Ecke, bei der Keeper Brad Friedel mit nach vorne gekommen war, tatsächlich zum Konter von Leeds. Mittelfeldspieler Rodolph Austin schoss von der Mittellinie flach aufs leere Tor und es roch nach dem 3:1.

Riesige Freude von kurzer Dauer

In Oldham dürften bereits die Korken geknallt haben, doch während der Ball langsam aufs Tor zurollte, pfiff der Schiedsrichter die ohnehin entschiedene Partie ab - nach exakt 95 Minuten, angezeigt waren schließlich nur vier Minuten Nachspielzeit.

Für den Wettfreund aus Oldham bedeutete das: Keine 506.562 Pfund, sondern nur rund 17.000 Pfund Gewinn. Auch nicht schlecht, könnte man meinen. Doch angesichts des verpassten Super-Gewinns wohl doch ziemlich enttäuschend.

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