Buntes - Diese Ehrlichkeit macht sprachlos

Der kenianische Crosscountry-Läufer Abel Kiprop Mutai hatte einen schweren Fehler gemacht, der ihm den Sieg kosten musste. Nutznießer Iván Fernández Anaya hätte mit Leichtigkeit gewinnen können. Doch er entschied sich für Moral und Anstand. Charaktereigenschaften, die man im modernen Sport in der Regel vergeblich sucht.

"Heutzutage läuft im Fußball, in der Gesellschaft und der Politik so vieles krumm ab, da kann so eine Geste der Ehrlichkeit nicht schaden", erklärte Anaya nach seiner fantastischen Aktion.

Und tatsächlich sind Taten wie die seine im modernen Sport rar.

Beim Crosscountry-Rennen im spanischen Burlanda lag Mutai klar in Führung. Doch der Top-Läufer deutete die Ziellinie falsch, jubelte zehn Meter zu früh und hielt erschöpft an.

Anaya schloss zu ihm auf, musste nur ein paar Schritte an ihm vorbei über die Ziellinie laufen und hätte das Rennen gewonnen. Doch er hielt an und erklärte dem Kenianer dessen Missgeschick und bot ihm an, über die Ziellinie zu laufen.

Anaya selbst ging hinter ihm als Zweiter ins Ziel. "Ich hätte den Sieg nicht verdient gehabt", erklärte Anaya. "Er hatte einen Vorsprung herausgelaufen, der nicht mehr einzuholen gewesen wäre, wenn er diesen Fehler nicht gemacht hätte."

Sein Trainer, Martin Fiz, erklärte: "So eine Aktion und Geste gab es noch nie. Ich hätte das wohl nicht gemacht, sondern hätte den Vorteil ausgenutzt."

VIDEO - Den kann man mal machen...

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