Bundesliga - Vollgas-Bayern schocken die Liga

Talent, Fleiß, Ehrgeiz. Für Mario Gomez liegen die Gründe für die Traumsaison, die der FC Bayern bislang spielt, auf der Hand. Und auch im Trainingslager in Katar habe man diese Eigenschaften täglich abgerufen. "Alle 27 Spieler sind bis an die Grenze gegangen", betont Gomez im Interview auf der Klub-Homepage.

Gomez, der aufgrund einer schweren Verletzung zu Saisonbeginn erst am 13. Spieltag seine erste Partie bestritt, weiß genau, dass Coach Jupp Heynckes alles andere ohnehin nicht tolerieren würde. "Wir werden genauso weitertrainieren, mit Vollgas. Dann werden wir am 19. Januar gegen Fürth bereit sein und mit einem Sieg starten", stellt Gomez klar und spricht damit seinem Trainer aus dem Herzen.

"Kugel läuft wie am Schnürchen"

Wie gut die Bayern schon wieder drauf sind, bekamen in Katar die Schalker zu spüren, die in einem Testspiel mit 0:5 untergingen. "Jeder Spieler ist brutal ehrgeizig und motiviert. Und wenn ich mir unser Pass- und Positionsspiel ansehe: Da läuft die Kugel wie am Schnürchen. Das macht riesig Spaß und bringt jeden Spieler weiter", erklärt Gomez die starke Frühform des Rekordmeisters.

Selbst verletzungsbedingte Ausfälle - wie die von Gomez zu Saisonbeginn - könne man kompensieren. Der breite Kader habe geholfen. "Der Trainer konnte wechseln - wann und wie er wollte. Alle waren in Sachen Fitness und Bereitschaft auf einem Toplevel. Und die Qualität ist eh vorhanden", referiert der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2011. Zudem habe man die vergangene Saison als "warnendes Beispiel" begriffen. Damals verspielten die Bayern einen komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze und mussten am Ende zusehen, wie die Meisterschale in Dortmund gen Himmel gereckt wurde. Doch die Bayern haben gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit.

Klare Ansage für die Rückrunde

Die Zukunft sieht ohnehin rosig aus. So nahm Heynckes mit Leopold Zingerle, Daniel Wein, Patrick Weihrauch und Pierre-Emile Hojbjerg auch gleich vier junge Talente mit nach Katar. Gomez zeigt sich begeistert von der kommenden Bayern-Generation. "Die haben einen sehr guten Eindruck gemacht. Mir war das schon vorher klar. Denn wenn du in der Jugend des FC Bayern auffällst, musst du was drauf haben. Das sind tolle Spieler, die sich total reingekniet haben. Am fünften Tag sind die Jungs in einem internen Kleinturnier sogar Zweiter geworden, Respekt", lobte der 27-jährige Nationalspieler.

Es fällt schwer in diesen Tagen, das Haar in der Bayern-Suppe zu entdecken. Und auch die Zielvorgabe von Gomez für die Rückrunde ist nicht gerade dazu angetan, der Konkurrenz Mut zu machen. "Wir müssen in den nächsten Monaten den Beweis antreten, dass es in Deutschland nur eine Nummer eins gibt."

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