Bundesliga - Van Buyten: "Ich vibriere weiter"

Im Interview der Woche spricht Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten mit eurosport.yahoo.de über seine Rolle in der Mannschaft und seine Zukunft.

Ob gegen den FC Arsenal in der Champions League oder im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund: Wenn es in jüngster Vergangenheit wichtig wurde für den FC Bayern, stand er wieder in der Startformation: Daniel van Buyten.

Zu Beginn der Saison stand der 35-Jährige noch im Schatten von Jerome Boateng, der den Stammplatz neben Dante in der Innenverteidigung bekam.

Doch nach der Verletzung von Holger Badstuber (Kreuzbandriss) und Boatengs Roter Karte im Spiel gegen BATE Borissow waren seine Dienste wieder gefragt.

Im Interview mit eurosport.yahoo.de spricht van Buyten über sein Comeback und seine Zukunft.

Herr van Buyten, Uli Hoeneß hat behauptet, die Verhältnisse im deutschen Fußball seien nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund wieder klargestellt. Sehen Sie das genauso?

Daniel van Buyten: Ja, natürlich sind wir momentan zufrieden. In der Liga können wir uns nur noch selbst schlagen. Und Dortmund hat in den letzten Jahren viele Spiele gegen uns gewonnen, es war an der Zeit, dass wir sie mal wieder besiegen. Wir haben auf dem Platz gezeigt, dass der FC Bayern wieder voll zurück ist.

Sie standen in der Startelf, obwohl auch Boateng fit war. Warum kann sich Trainer Jupp Heynckes auf Sie verlassen?

Van Buyten: Das Spiel war nicht einfach, es war ein Spiel auf Champions-League-Niveau. Wenn du dich nicht zu 100 Prozent konzentrierst, dann gibt es Probleme. Ich bin ein Typ, der immer 100 Prozent gibt. Ich denke, dass das auch Jupp Heynckes weiß.

Der Platzverweis für Boateng spielte Ihnen aber schon auch in die Karten...

Van Buyten: Das weiß ich nicht, da müssen Sie den Trainer fragen. Viele sagen immer, ich bin in die Mannschaft gekommen, weil Jerome die Rote Karte kassiert hat. Aber ich habe auch mein Bestes in der Vorbereitung gegeben und um meinen Platz gekämpft. Dass ich wieder öfter spiele, hat nichts mit der Sperre für Boateng zu tun.

Gegen Hoffenheim mussten Sie dann wieder auf die Bank. Haben Sie einen Weg gefunden, mit der Rotation umzugehen?

Van Buyten: Ich bin bei Bayern, da gibt es nun mal viel Konkurrenz - und diesen Kampf nehme ich an. Natürlich freue ich mich, wenn ich spielen kann. Aber wenn ich dann mal wieder eine Pause gibt, ist es auch okay. Ich bleibe ein Spieler vom FC Bayern und vibriere weiter, um am Ende den Erfolg zu haben und ihn zu bejubeln.

Ihr Vertrag läuft aus, Sie haben beste Eigenwerbung für eine nochmalige Verlängerung betrieben. Ist das auch Ihr Ziel?

Van Buyten: Der auslaufende Vertrag ist ein Thema, mit dem ich mich momentan nicht so sehr beschäftige. Ich bin jetzt 35 Jahre alt und habe noch viel Spaß daran, zu spielen. Ich will mit Sicherheit noch nicht aufhören. Aber das werden wir alles sehen, wenn die Zeit kommt. Wir hatten jetzt einige englische Wochen, jetzt liegen Arsenal und Dortmund hinter uns, das stand erstmal im Vordergrund.

Wie sind Sie mit dem Verein verblieben, wann gibt es eine Entscheidung?

Van Buyten: Sie haben mir gesagt, dass ich in Kürze wissen werde, ob der Verein weiter mit mir plant oder nicht. Das ist auch für alle Beteiligten besser. Ich warte ab.

Was wäre Ihr Wunsch?

Van Buyten: Der FC Bayern weiß, wie ich bin und ich weiß, wie der Verein funktioniert. Ich bin jetzt schon sieben Jahre hier, ich fühle mich sehr wohl und hier kann ich meine Ziele erreichen. Der Verein kennt meine Position.

Glauben Sie, dass mit Jan Kirchhoff schon Ihr Nachfolger verpflichtet wurde?

Van Buyten: Nein, er ist ein junger Spieler, der für die Zukunft geholt wurde. Er braucht auch Eingewöhnung. Ich bin - wie gesagt - schon länger da und stehe jederzeit bereit. Solche Spieler sind auch wichtig. Außerdem können immer wieder Verletzungen auftreten, wie bei Badstuber. Dann braucht der FC Bayern gute Leute.

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