Bundesliga - Rummenigge: "Werden nicht beim BVB wildern"

Rekordmeister FC Bayern München will auf der Suche nach potentiellen Verstärkungen nicht beim großen Rivalen Borussia Dortmund wildern. Nach dem verlorenen Ringen um Marco Reus hat Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge einen erneuten Anlauf beim Nationalspieler oder einem anderen BVB-Spieler ausgeschlossen. Außerdem setzen die Bayern in der Trainer-Frage auf Ruhe und Jupp Heynckes.

"Wir sind in der Offensive perfekt besetzt. Außerdem bin ich kein Freund davon, Spieler nur zu kaufen, um die Konkurrenz zu schwächen. Wir werden keinen Spieler von Dortmund kaufen, nur um den BVB zu schwächen. Im Gegenteil: Dieser Zweikampf führt dazu, dass beide Teams noch besser werden", sagte Rummenigge der "Bild"-Zeitung.

Rummenigge lobte den BVB für dessen Auftreten in der Champions League, "wenn der BVB so weiterspielt, wird er noch einiges erreichen". Der internationale Erfolg des deutschen Meisters sei auch gut für den FC Bayern, ergänzte er, "letztes Jahr hatten wir das Problem, dass Dortmund nur einmal die Woche gefordert war, während wir dreimal gespielt haben." Unabhängig davon glaubt Rummenigge, dass die derzeit laufende Saison der Champions League "die beste aller Zeiten wird".

In der Trainer-Frage gibt es laut Rummenigge keine neue Entwicklung: "Unser erster Ansprechpartner wird Jupp Heynckes sein. Das hat er verdient. Außerdem will ich in diesem Jahr Ruhe haben. Allein deshalb haben wir noch mit keinem anderen Trainer gesprochen und werden es auch nicht machen. Es gibt diesen Spruch von Albert Einstein: 'Ich denke nicht an die Zukunft, sie kommt früh genug.'"

"Bin alles, nur nicht entspannt"

Trotz der derzeit momentan beruhigenden Tabellenführung in der Bundesliga tritt Rummenigge auf die Euphoriebremse: "Es bringt nichts, jetzt übermütig zu werden. Letztes Jahr waren wir im November 2011 sehr überzeugt, deutscher Meister zu werden. Das Ergebnis ist bekannt. Vergangenes Jahr war auch ich sehr entspannt. Jetzt bin ich alles, nur nicht entspannt."

Rummenigge nahm auch Präsident Uli Hoeneß gegen die Angriffe von Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger und Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal in Schutz. Er verstehe Zwanziger und van Gaal nicht, sagte er. "Wenn ich irgendetwas zu sagen habe, sage ich es direkt - was soll dieses späte Mitteilungsbedürfnis? Innere Ruhe ist ein großes Glück, wenn man sie hat. Diese Herren scheinen sie nicht zu haben."

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