Bundesliga - Lewandowski zu Bayern? BVB dementiert

"Lewandowski hat bei Bayern unterschrieben, laut Sky Italia", twitterte Tancredi Palmeri. Der italienische Journalist ist für gewöhnlich gut informiert. Immerhin war er es, der jüngst frühzeitig den Wechsel von Pep Guardiola zum FC Bayern vermeldete - aber er lag auch schon mit Gerüchten arg daneben. Dortmund dementiert eine Einigung, Lewandowski und dessen Berater, halten sich bedeckt.

Mit 13 Toren ist Lewandowski derzeit zweitbester Torjäger der Bundesliga, hinter Bayerns Mario Mandzukic (14). Der könnte schon bald sein Teamkollege sein.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Bayern am Polen interessiert ist. Damit sind die Münchner allerdings nicht allein.

Seit gut einem Jahr hält Lewandowski die Borussia auf Trab. Cezary Kucharski, der Berater des Stürmers, lässt keine Gelegenheit aus, seinen Klienten in den Fokus der ganz großen europäischen Klubs zu rücken.

So sollen Juventus Turin, beide Klubs aus Manchester und sogar der FC Barcelona mittlerweile ein Auge auf den Polen geworfen haben.

Zorc dementiert Einigung

Der Haken ist nur: Lewandowski steht beim deutschen Double-Sieger noch bis 2014 unter Vertrag. Eine Verpflichtung des Spielers vor dem 30. Juni des kommenden Jahres würde also teuer werden und hängt einzig und allein von der Bereitschaft des BVB ab, einen Grundpfeiler seiner Erfolgs-Elf abzugeben.

Borussias Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc betonen jedoch seit Wochen, dass es erste Option sei, Lewandowskis Vertrag zu verlängern. Dass die Chance hierfür bei rund 20 Prozent liegt, steht auf einem anderen Blatt und wissen die beiden schwarz-gelben Entscheidungsträger auch.

Sollte dies nicht gelingen, müsste der BVB Lewandowski spätestens im Januar 2014 verkaufen, um noch eine Ablösesumme zu kassieren. Der Verkauf Shinji Kagawas im vergangenen Sommer zu ManUnited war dem gleichen Grund geschuldet.

"Es gibt für uns weiterhin keinen neuen Stand", sagte Sportdirektor Zorc zu "Sport1": "Wir werden das nicht weiter kommentieren, weil sich für uns nichts geändert hat."

Allerdings schob er nach: "Wenn der Spieler mit einem anderen Verein verhandelt, können wir das ja nicht verhindern. Aber wir wissen nach wie vor von nichts."

Marktwert hoch, Gehalt zu niedrig

"Besser als er heute kann man nicht spielen", lobte Watzke noch nach dem 3:2-Sieg in Leverkusen vor zwei Tagen. "Seitdem er bei uns zum Stürmer Nummer eins geworden ist, wird er immer besser. Er ist ganz wichtig für uns“, betonte Linksverteidiger Marcel Schmelzer.

Der Marktwert des 24-Jährigen liegt mittlerweile bei rund 29 Millionen Euro. Der Pole verdient im Vergleich zu den Jungstars Marco Reus und Mario Götze allerdings zu wenig - jedenfalls aus seiner Sicht.

Muss Gomez weichen?

Für die Bayern würde der Transfer in der Tat Sinn machen, immer vorausgesetzt, Guardiola versucht es auch in München mit seinem bewährten Barca-System.

Dafür benötigt er einen spielstarken Stürmer. Lewandowski wäre hier die Königslösung. Seine technischen Fähigkeiten und Spielübersicht haben das Spiel des BVB auf ein neues Level gehievt.

Es wäre aus sportlicher Sicht keine Überraschung, wenn Guardiola sein Wunschobjekt Lewandowski für Mario Mandzukic als zentralen Bayern-Stürmer installieren würde. Nationalspieler Mario Gomez scheint ohnehin ungeeignet. Er wäre in diesem Fall nicht zu halten. Der Vertrag von Claudio Pizarro läuft ohnehin im kommenden Sommer aus.

Bei allen Gedankenspielen: Das letzte Wort in der Causa Lewandowski hat Borussia Dortmund. Der Meister ist allerdings nicht untätig. Für den Fall der Fälle hat man mit Edin Dzeko und Adam Szalai bereits Alternativen ins Auge gefasst.

VIDEO - Heynckes nervt die Causa Robben

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen