Bundesliga - Hoeneß attackiert Zwanziger: "Mehr als peinlich!"

Uli Hoeneß hat nach dem Sieg der Bayern über Frankfurt mit deutlichen Worten auf die Kritik von Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger reagiert. "Dass Theo Zwanziger ein schlechter Präsident war, das wusste ich schon lange", spottete der Bayern-Präsident. Den Rücktritt Zwanzigers im Dezember 2011 bezeichnete Hoeneß als "mehr als peinlich".

Es war der Konter auf die Attacken in Zwanzigers Autobiografie, die diesen "in die Isolation treiben" werde, so Hoeneß.

Auch Karl-Heinz Rummenigge erklärte, dass er für Zwanzigers Intention kein Verständnis aufbringen könnte: "Letzte Woche habe ich Louis van Gaal nicht verstanden, diese Woche verstehe ich Theo Zwanziger nicht. Ich weiß nicht, warum man das mitteilt, denn letztlich sind das ja auch Indiskretionen."

Eine Frage des Stils

"Ein DFB-Präsident muss auch stil- und niveauvoll mit seiner Diskretion umgehen und sollte diese nicht in der Öffentlichkeit kundtun", meinte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern.

In seiner umstrittenen Autobiografie hatte Zwanziger den FC Bayern als "Zirkus" bezeichnet, als den "Verein mit den vielen Besserwissern."

In Bezug auf Hoeneß wurde der ehemalige DFB-Präsident dann persönlich. Hoeneß sei ein "Macho", der "einfach keinen Respekt" kenne.

Zwanziger hat Mitleid mit Sammer

Hoeneß hätte "seine Philosophie des Provozierens mit ins Präsidentenamt genommen."

Zwanziger bemitleidete Matthias Sammer für sein Amt bei den Münchnern regelrecht. Denn bei den Bayern "herrschen ja bekanntlich andere Gesetze", so Zwanziger. "Da gibt es ein großes Hindernis, das einer erfolgreichen Tätigkeit des neuen Sportdirektors im Wege steht, und das heißt Uli Hoeneß."

Harter Tobak und durch das Übermaß an bissiger Polemik zweifellos eine Steilvorlage für den seinerseits streitwilligen Bayern-Präsidenten.

Es war demnach nur eine Frage der Zeit, wann Hoeneß diesen Fehdehandschuh aufnehmen würde. Nach dem 2:0-Sieg über Frankfurt war es nun also soweit.

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