Bundesliga - Heynckes verspottet Beckenbauer

Martinez und Schweinsteiger sind das Rückgrat des FC Bayern. Trainer Heynckes fühlt sich bestätigt und holt zum Schlag gegen alle Kritiker aus.

Sieben Gegentore hat der FC Bayern nach 21 Liga-Spielen kassiert - ein Spitzenwert, der den Ausnahmestatus des Tabellenführers unterstreicht.

Vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg (Fr., ab 20:30 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) strotzt nicht nur die Mannschaft mit 15 Punkten Vorsprung vor der Konkurrenz vor Selbstvertrauen, sondern auch der Trainer Jupp Heynckes.

Beim Pressetalk an der Säbener Straße sang er ein Loblied auf das Defensivverhalten seines Teams und lobte dabei vor allem das defensive Mittelfeld mit Bastian Schweinsteiger und 40-Millionen-Neuzugang Javier Martinez.

Heynckes hatte sich intern vehement für die Verpflichtung des Spaniers stark gemacht und fühlt sich nun bestätigt: "Als Javier Martinez verpflichtet werden sollte, kannte ihn doch niemand - selbst hier im Klub. Franz Beckenbauer hat gedacht, das wäre eine Kaffeesorte."

Einmal in Rage, watschte er auch die Kritiker Olaf Thon und Günter Netzer ab, die Schweinsteiger zuletzt wegen seiner fehlenden Schnelligkeit an den Pranger gestellt hatten.

"Ich beachte die Worte nicht. Schweinsteiger ist ein großer Stratege. Wie ein Filmregisseur sein Drehbuch hat, so hat Bastian seinen Matchplan", erklärte Heynckes und ergänzte:

"Er setzt sich mit dem Fußball auseinander, er spielt zeitgemäßen Fußball. Ein Beispiel: Der FC Barcelona ist das Maß aller Dinge. Und da spielt ein gewisser Sergio Busquets. Das ist ein genialer Spieler, der hat in seinem ganzen Leben noch nicht gedribbelt!"

Heute komme es vielmehr darauf an, sich aus kleinen Räumen herauszukombinieren und zu verlagern. "Ich sehe, welche Charakteristiken dieser Spieler hat und bin froh, dass er in meiner Mannschaft ist. Mit Busquets ist Bastian Schweinsteiger der beste Mittelfeldspieler der Welt!", stellte der 67-Jährige klar.

Gustavo ersetzt Martinéz

Gegen Wolfsburg wird der Coach allerdings auf Martinez, der sich einen Zeh geprellt hat, verzichten müssen. Kein Problem, es sei laut Heynckes schließlich "ein Geheimnis für die Dominanz", dass der FC Bayern "Top-Spieler auch top ersetzen kann". In dem Fall wird Luiz Gustavo sich bewähren dürfen.

Im Angriff wird wahrscheinlich wieder statt Mario Gomez Mario Mandzukic auflaufen, der erstmals seit seinem Wechsel nach München nach Wolfsburg zurückkehrt. Der Torjäger will aber nichts von einem besonderen Gefühl wissen. "Ich spiele jetzt für Bayern und schalte meine Gedanken aus. Aber ich verfolge immer, was die machen. Ich habe dort eine schöne Zeit verbracht", sagt der Kroate.

Leichtsinn wird nicht geduldet. "Wir haben unser großes Ziel noch nicht erreicht, deswegen lassen wir uns durch nichts beirren", betonte Heynckes.

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