Bundesliga - Giganten-Tausch: Gomez für Lewandowski?

Mit einem Wechsel von BVB-Star Robert Lewandowski zum Rekordmeister wäre die Zeit von Nationalstürmer Mario Gomez im Bayern-Trikot voraussichtlich beendet. Nach der sensationellen Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola sind die Münchner bereit, weitere Millionen aus ihrer Festgeld-Schatulle zu investieren. Lewandowskis Vertrag läuft noch bis 2014. Im Gegenzug könnte Gomez nach Dortmund wechseln.

Die Stimmung war zum Zerreißen gespannt und die Reaktion folgte prompt. "Dies ist völlig frei erfunden", empörte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc über eine Meldung von "Sky Sport News HD", wonach der Deutsche Meister seinem Stürmer die Genehmigung zu Verhandlungen mit anderen Vereinen erteilt hätte.

Zorc war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Doch während sich am Telefon nur seine Mailbox meldete, verschaffte sich der 50-Jährige auf der vereinseigenen Internetseite Luft. Dabei scheinen die Gespräche zwischen Lewandowski und Bayern bereits im Hintergrund über die Bühne gegangen zu sein.

Lewandowski-Wechsel keine Option

Ein Wechsel nach München nimmt offenbar konkrete Züge an - und würde durchaus Sinn machen. Vieles hängt davon ab, welches Spielsystem Guardiola den Bayern im Sommer überstreift. Denn bei Barcelona fehlte der klassische Stoßstürmer, den sowohl Lewandowski als auch Gomez und Mandzukic verkörpern.

Von diesen drei Angreifern scheint Lewandowski auf Grund seiner Spielstärke sowie seinen technischen Fähigkeiten am ehesten geeignet. Der Pole könnte Mandzukic als zentralen Angreifer ersetzen, während Gomez im Gegenzug nach Dortmund wechselt. "Lewandowski ist einfach kompletter", meint BVB-Experte und Sky-Kommentator Marco Hagemann.

"Nichts gegen Gomez, aber Lewandowski ist einfach ein Typ, der die Bälle vorne festmachen kann. Er ist ein Spieler, der unheimlich viel für die Mannschaft arbeitet. Deshalb würde es aus meiner Sicht keinen Sinn für Borussia Dortmund machen, ihn gegen Gomez einzutauschen", stellte Hagemann gegenüber eurosport.yahoo.de klar.

Falcao als "Königslösung" für Dortmund

Für Bayern scheint ein Wechsel aber nötig, weil sowohl Gomez als auch Mandzukic nicht perfekt ins zukünftige Anforderungsprofil passen. Dafür sind die Münchner bereit, 30 Millionen Euro oder mehr für Lewandowski zu berappen - wenn sie denn wollen. "Dieses Geld ist Lewandowski auf jeden Fall wert, wenn man die Transfersummen in England vergleicht", so Hagemann.

Eine Rückkehr von Stürmer Nils Petersen (Werder Bremen) scheint ausgeschlossen und der Vertrag von Claudio Pizarro läuft im Sommer aus. Ansonsten machen beim Branchenführer die üblichen Verdächtigen die Runde. Neben Lewandowski wird immer wieder Edin Dzeko genannt, der Gomez in seiner Spielweise ähnelt und deshalb aus dem Rennen sein dürfte.

Die letztendliche Entscheidung über einen Lewandowski-Transfer liegt bei Dortmund. Falls der Pole zur neuen Saison an die Isar kommt, Gomez im Gegenzug aber nicht zum BVB transferiert wird, wäre Radamel Falcao die "Königslösung". Der Kolumbianer besitzt bei Atletico Madrid einen Vertrag bis 2016 und würde 60 Millionen Euro kosten.

Wie entscheidet der BVB?

"Es gibt sehr viele Topstürmer in Europa, die mit ihren Verträgen unzufrieden sind - und Jürgen Klopp hat bereits über Falcao gesprochen. Die Frage ist nur, ob Dortmund ihn bezahlen kann", erklärt Hagemann.

Wesentlich realistischer erscheinen andere Optionen mit Luis Suarez (FC Liverpool, 35 Millionen Euro), Edin Dzeko (ManCity, 28 Millionen), Mame Biram Diouf (Hannover, 8 Millionen) oder Adam Szalai (Mainz, 6 Millionen).

Alles hängt davon ab, wie sich Dortmund entscheidet - auch die Zukunft von Mario Gomez beim Rekordmeister, falls ihm sein Verein einen Wechsel ans Herz legen sollte.

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