Bundesliga - Gegenmittel gegen böse Überraschungen

Der Februar hat es für den FC Bayern in sich. Und es scheint, dass es mit Mainz 05 gegen den perfekten Gegner geht, um optimal in den Monat zu starten (ab 15:30 Uhr im Liveticker). Aber das ist ein Irrglaube.

Mit dem FC Schalke 04 in der Bundesliga und dem FC Arsenal in der Champions League warten im Februar echte Herausforderungen auf die Münchner. Mainz, so könnte man meinen, haut man da noch schnell im Vorbeigehen weg. Aber von wegen!

Abgesehen davon, dass die 05er in der Tabelle sogar einen Platz über den Schalkern stehen, haben die Mainzer gegen die Bayern auch zwei ihrer letzten drei Heimspiele gewonnen. Davon können die "Knappen" nur träumen.

Alles andere als bequem

"Es ist unangenehm, dort zu spielen", weiß Bastian Schweinsteiger, der die mannschaftliche Aggressivität und das kluge Pressing der Mainzer lobt. Hinzu kämen Zuschauer, die sich als 12. Mann selbst ins Geschehen einwechseln würden und ein Trainer, auf den Schweinsteiger große Stücke hält.

Dennoch gibt es natürlich keine zwei Meinungen über die Favoritenrolle der Bayern. Damit man diesen eigenen Anspruch auch erfüllt und bei den 05ern nicht erneut böse überrascht wird, hat Jupp Heynckes die Mainzer nach eigenen Angaben "eingehend studiert", um herauszufinden, "welches Gegenmittel man nehmen muss".

Das ist in erster Linie die uneingeschränkte Fokussierung auf sich und seine Aufgaben. Deshalb will Heynckes auch vom Verfolger-Duell zwischen Leverkusen und Dortmund nichts wissen: "Wichtig ist, dass wir weiter siegen. Alles andere kann uns egal sein."

Das gilt auch für Rekorde. Und dennoch bleibt der Leistungsnachweis der Bayern imposant und erwähnenswert: Die Mannschaft ist seit 15 Pflichtspielen unbesiegt. Sieben Gegentore aus 19 Partien gab es in der Bundesliga nie zuvor, genauso wie die 25 Punkte und ein Gegentor aus den ersten neun Auswärtspartien.

Robben und Gomez? - Kein Problem!

Mit dem Mainz-Ausflug soll diese Statistik positiv bestätigt werden. Misstöne gibt es derzeit nun rund um das Reservistendasein von Mario Gomez und Arjen Robben. Doch die Thematik werde intern gar nicht so heiß gekocht, wie sie draußen von den Medien gegessen werden würde, meint Heynckes.

"Wenn ein Spitzenspieler nicht von Anfang an spielt, dann ist er natürlich enttäuscht und frustriert, das ist doch ganz normal. Ich kann das nachvollziehen“, meint Heynckes, besteht aber auch auf der Feststellung, "dass das eine Momentaufnahme ist."

Die Mannschaft habe sich in der Hinrunde eben herauskristallisiert. Und Heynckes verfährt nach dem Motto 'Never change a winning team'. Solange keine Notwendigkeit besteht, sieht Heynckes auch keinen Zwang, damit zu brechen.

"Der Sieg hat Priorität. Beim FC Bayern können sie machen was sie wollen, sie müssen nur gewinnen."

Am besten erst in Mainz, dann gegen Schalke und London.

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