Bundesliga - Freiburg stürzt Fürth tiefer in die Krise

Der SC Freiburg besiegte am 16. Spieltag Greuther Fürth mit 1:0 (1:0). Die Breisgauer klettern in der Tabelle nach oben, Greuther Fürth bleibt Schlusslicht. Daniel Caligiuri erzielte das Tor des Tages für den Sportclub (15.). Lange dominierte das Team von Trainer Christian Streich die Partie. Fürth traf in der Schlussphase den Pfosten, Freiburgs Pavel Krmas rettete den Sieg des Sportclubs.

Die Lehren:

Die Spielstruktur des SC Freiburg war deutlich reifer als die von Greuther Fürth. Die Breisgauer zogen besonders in der ersten Halbzeit ihr Kurzpassspiel auf, schalteten schnell von Defensive auf Angriff um, und die SC-Spieler wechselten häufig ihre Positionen. Vor dem 1:0 etwa zog Kruse nach außen, Caligiuri schloss den Spielzug mit einer schönen Einzelaktion ab. Freiburgs Trumpf bleibt die Defensive, zum sechsten Mal ließ der Sport-Club keinen Gegentreffer zu, stellt die zweitbeste Defensive der Liga. Eine Unkonzentriertheit von Keeper Baumann hätte dennoch den Sieg kosten können. Das Streich-Team tritt als geschlossene Mannschaft auf und bleibt im Rennen um die Europa-League-Plätze.

Greuther Fürth trug erneut seine Angriffe einfallslos mit langen und hohen Bällen vor, die wenigen Torchancen vergab die Fürther Offensive. Die Defensive leistete sich nur einen großen Fehler, den nutzte das erfahrenere Team aus Freiburg aus. In der zweiten Halbzeit spielte Fürth aggressiver, war auf Augenhöhe mit Freiburg. Doch Stürmer Gerald Asamoah wartet auf sein erstes Saisontor, Fürth nutzte selbst Geschenke des Gegners nicht für Tore. Das Büskens-Team trudelt dem Abstieg entgegen.

Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Heute sind wir an unsere Grenzen gekommen und haben nicht so gut Fußball gespielt wie in den Wochen zuvor. Wir waren auch kräftemäßig an der Kante, weil uns unter der Woche einfach zu viele Leute gefehlt haben. In anderen Spielen hätten wir das Unentschieden bekommen, was hier auch gerecht gewesen wäre. Aber wir durften mit 1:0 gewinnen und es tut - wenn man sieht, wie Fürth spielt - einem echt weh, wie eine Mannschaft wie Fürth so wenig Punkte hat."

Trainer Mike Büskens (Spielvereinigung Greuther Fürth): "Wir haben ein Spiel gesehen, das uns bekannt vorkommt. Es war wieder einmal so, dass wir mit dem ersten Torschuss in Rückstand geraten. Wir hatten in der ersten Halbzeit einige kleine Möglichkeiten, in der zweiten Hälfte auch Chancen zum Ausgleich. Wir haben diese Möglichkeiten nicht nutzen können, so dass wir mit diesem 0:1 nach Hause fahren. Uns hat dieser Funken Cleverness gefehlt."

Die Höhepunkte:

15. TOOOR für den SC Freiburg! Caligiuri trifft zur 1:0-Führung. Schmid zieht über rechts in die Mitte, spielt Caligiuri an. Der nimmt an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor den Ball an, dreht sich, geht zwei Schritte und schießt flach und platziert ins linke Eck.

22. Hedenstad kommt nach einer Flanke im Strafraum zum Kopfball, legt zurück auf Rosenthal. Der Freiburger Stürmer zieht ab, der Ball geht knapp am linken Pfosten vorbei.

66. Baba erläuft einen Steilpass auf links, zieht in den Strafraum und passt flach in die Mitte. SC-Keeper Baumann kommt gerade noch an den Ball und lässt ihn nach vorne abprallen. Kein Fürther Stürmer reagiert schnell genug, um den Ausgleich zu erzielen.

81. Fürth trifft nur den Pfosten! Nehrig läuft einem Steilpass nach. Freiburg-Keeper Baumann und Verteidiger Flum gehen am Strafraumeck beide zaghaft zum Ball, Missverständnis. Der Ball flutscht zu Nöthe: Der Fürther schießt flach aus 20 Metern aufs leere Tor, Pavel Krmas erwischt den Ball aber im Strafraum noch mit der Sohle und lenkt ihn an den Pfosten.

86. Konter von Freiburg: Makiadi spielt vor dem Strafraum auf Kruse, Fürths Baba kommt angesprungen und blockt im letzten Moment den Schuss ab.

90.+2 Kruse und Caligiuri spielen Doppelpass, Kruse zieht aus zwanzig Metern ab. Fürstner fälscht den Schuss noch ab, der Ball fliegt knapp über die Latte.

Der Kracher: Abdul Rahman Baba

Der 18-Jährige feierte sein Debüt in Fürths Startelf und ersetzte den Gelb-gesperrten Heinrich Schmidtgal auf der linken Abwehrseite vorzüglich. Baba ging in den Zweikämpfen meist als Sieger hervor und unterband zahlreiche Aktionen der Freiburger Stürmer. Der Ghanaer setzte auch offensiv Akzente. Baba lief unermüdlich über links nach vorne, seine Vorstöße zählten zu den Höhepunkten eines ansonsten harmlosen Fürther Angriffspiels. Mit dieser Leistung empfahl sich Baba für Fürths Stammelf.

Im Abseits: Fürths Offensive

Lange Bälle, keine Durchschlagskraft: Fürths Offensiv-Reihe agierte auch gegen Freiburg harmlos. Das Büskens-Team kam zu zwei Torchancen, die nur aus Fehlern in der Freiburger Abwehr resultierten. Mit zehn Toren stellt Fürth den schlechtesten Angriff der Liga.

Die Statistik: 17

Die Breisgauer spielten zum sechsten Mal in dieser Saison zu null. Der SC Freiburg stellt mit nur 17 Gegentreffern nun die zweitbeste Defensive der Liga - hinter dem FC Bayern München.

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