Bundesliga - Fortuna Düsseldorf beendet Heimfluch‎

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat mit dem ersten Heimsieg in der Bundesliga seit mehr als 15 Jahren den Befreiungsschlag geschafft. Zum Auftakt des 13. Spieltags feierten die Gastgeber einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Hamburger SV und schoben sich mit 14 Punkten vom Relegationsplatz vorerst bis auf den 13. Rang vor. Der HSV (17) bleibt als Neunter im Tabellenmittelfeld hängen.

Die Lehren:

Die Düsseldorfer feiern gegen den HSV ihren ersten Heimsieg seit 1992 in der Bundesliga. Die Fortunen verstanden es, im eigenen Stadion gefährliche Konter zu fahren. Auf diese Weise kann man in der Bundesliga bestehen: hinten kompakt stehen und vorne nadelstichartig kontern.

Die Hamburger waren nach dem Ausfall von van der Vaart nicht in der Lage, gefährlich vor dem Düsseldorfer Tor aufzutreten. Ohne ihren Spielmacher sind die Hanseaten harmlos und für den Gegner ausrechenbar. Dies sollten die Hamburger schleunigst abstellen, wollen sie diese Saison noch oben in der Tabelle landen.

Die Stimmen:

Jens Langeneke (Fortuna Düsseldorf): "Wir haben nicht die Jahre gezählt, aber in unserer Situation ist der Dreier natürlich Gold wert. Der erste Heimsieg nach 15 Jahren ist toll. Wir haben heute alles in die Waagschale geworfen."

Thorsten Fink (Hamburger SV): "Wir haben viel zu pomadig gespielt. Wie wir heute gespielt haben, war zu wenig, um auf den sechsten Tabellenplatz zu kommen. Wir haben eine Riesenchance vertan."

Heiko Westermann (Hamburger SV): "Wir haben gedacht, das locker runterspielen zu können. Wir müssen cleverer werden und nicht einfache Bälle verlieren."

Maximilian Beister (Fortuna Düsseldorf): "Für mich persönlich ein schöner Moment wieder hier zu sein. Jedoch haben wir es leider nicht geschafft, hier drei Punkte zu holen. Es ist schwer hier zu gewinnen. Ich habe heute nichts zu feiern."

Die Höhepunkte:

40. Bellinghausen fällt Arslan. Aogos Freistoß aus dem rechten Halbfeld landet auf dem Kopf von Berg. Giefer macht sich lang, kann das Leder aber nur in die Mitte abklatschen. Mancienne fliegt die Pille genau vor die Füße. Er schiebt ein. Gagelmann pfeift jedoch zurecht Abseits.

44. Beister hat es auf dem Fuß. Sein Schuss kurz vor dem Sechzehner der Fortunen geht nach Giefers Fingerspitzen an den rechten Außenpfosten. Glück gehabt, Düsseldorf!

45.+1 TOOOR für Düsseldorf! Kruse trifft! Das erste Kontertor der Fortuna in dieser Saison wird von Lambertz eingeleitet. Sein Pass landet im Sechzehner der Hamburger bei Kruse. Dieser zieht flach ab, Mancienne fälscht das Leder unhaltbar für Adler ab. 1:0 für Düsseldorf!

47. Ein Fortuna-Konter über Garbuschweski landet bei Kruse. Dieser lässt den ein oder anderen HSV-Abwehrmann aussteigen, scheitert letztlich aber an Adler, der seinen Schuss pariert. Das hätte durchaus das 2:0 sein können.

55. Balogun foult Beister an der Strafraumlinie der Düsseldorfer. Westermanns Schuss wird abgefälscht und landet im Kasten. Doch Gagelmann pfeift! Berg soll Lambertz im Strafraum gefoult haben. Das Tor der Hamburger zählt nicht!

64. TOOOR für Düsseldorf! Reisinger macht's alleine! Sieben Hamburger Spieler können den Ex-Freiburger nicht stoppen. Dieser veredelt seinen sehenswerten Solo-Lauf mit einem für Adler unhaltbaren Schuss unter die Latte.

Der Knaller: Stefan Reisinger

Der Ex-Freiburger hatte zwar nur wenig Einsatzzeit, diese wusste Reisinger jedoch effektiv zu nutzen. Der Stürmer machte ordentlich Dampf und sorgte stets für Gefahr. Seine gelungene Leistung krönte Reisinger mit einem wunderbaren Tor. Sein Solo-Lauf konnte von sieben Hamburgern nicht vereitelt werden. Der Offensiv-Allrounder erzielte seinen ersten Treffer seit einem Jahr.

Im Abseits: HSV-Fans

Kurz vor Spielbeginn brannte es im Hamburger Block. Einige verrückte Hamburg-Anhänger hatten ein regelrechtes Feuer entfacht. Nebelschwaden zogen über das Spielfeld und verhinderten den Anpfiff. Schiri Gagelmann musste den Spielbeginn um einige Minuten nach hinten verschieben. Dass es immer wieder sogenannte Fans gibt, die nicht nur sich selbst, sondern auch die wahren Fans und nicht zuletzt die Akteure auf dem Rasen gefährden, ist einfach nur traurig.

Die Statistik: 12

Der HSV hat bislang zwölf Saisontore erzielt. Bei allen zwölf Toren war Rafael van der Vaart mit von der Partie. Die 0:2-Niederlage in Düsseldorf belegt, dass ohne den Regisseur bei den Hanseaten nicht wirklich viel zusammenläuft. Der Strippenzieher kann einfach nicht ersetzt werden. Spielt van der Vaart, kommt der HSV zum Torerfolg. Fällt der Niederländer aus, geht beim Bundesliga-Dino nichts.

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