Bundesliga - Der FC Bayern jagt sich selbst

Die Bundesliga-Saison ist gerade 15 Spieltage alt. Dennoch zeichnen sich klare Tendenzen ab. Der FC Bayern kann im Derby gegen Augsburg seine rekordträchtige Saison weiter veredeln. In Schwaben kommt es zu einem Wiedersehen alter Bekannter. Bremen kann nicht zwei Mal gewinnen und Fürth will nicht einfach nur spielen.

Welche Rekorde können aufgestellt werden, welche Serien drohen zu reißen und was für Ereignisse stehen an - eurosport.yahoo.de gibt einen Überblick über die Kuriositäten des 16. Spieltags:

Rekordverdächtig...

- Zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde will der FC Bayern seine herausragende Saison-Statistik weiter ausbauen. Im bayerischen Duell gegen den FC Augsburg - zehn Tage vor einem Wiedersehen im DFB-Pokal - können die Münchner den ersten Schritt zur besten Hinrunde der Bundesliga-Geschichte machen. Gewaltige 44 Zähler nach 17 Spieltagen holten am Ende sonst nur: die Bayern (Saison 2005/2006). Die Rekord-Bayern jagen sich selbt.

Übungsleiter des Spieltags

- Außer der Rekordmarke zum Ende der Hinserie können die Bayern an diesem Spieltag bereits eine weitere Besonderheit verbuchen. Mit Jupp Heynckes (67) und Markus Weinzierl (37 Jahre) treffen im Bayern-Duell der aktuell älteste und der jüngste Bundesliga-Trainer aufeinander. Der Augsburger Übungsleiter bringt dabei den schwächsten Punkteschnitt (0.53) aller Trainer mit.

- Im Schwabenländle kommt es ebenfalls zu einer Begegnung der besonderen Art. Mit Horst Heldt und Bruno Labbadia treffen dort zwei alte Bekannte aufeinander. Beide spielten gemeinsam beim 1. FC Köln, Heldt spielte überdies auch für den VfB und war dort später sogar Sportdirektor. Der jetzige VfB-Sportdirektor Fredi Bobic spielte wiederum unter Schalke Trainer Huub Stevens bei Hertha BSC.

- Dieter Hecking hat ebenfalls eine Verabredung mit der Vergangenheit. Doch seine Erinnerungen sind nicht die besten. Als Trainer traf er im deutschen Profi-Fußball bereits fünf Mal auf den heutigen Fortuna Trainer Norbert Meier und konnte dabei kein einziges Spiel gewinnen. Am Wochenende soll nun der erste Sieg für Hecking und seine, in den letzten vier Heimspielen unbesiegten, Franken her.

Die Liga-Knipser

- In der Partie Stuttgart gegen Schalke stehen neben den Trainern insbesondere die Torjäger im Mittelpunkt. VfB-Stürmer Vedad Ibisevic erzielte bereits 14 Pflichtspieltreffer in dieser Saison. Nur Borussia Dortmunds Robert Lewandowski kommt auf den gleichen Spitzenwert. Klaas-Jan Huntelaar auf Seiten der "Knappen" steht hingegen erst bei fünf Treffern, im Vergleich zum selben Zeitpunkt der vergangenen Saison (13), eine enttäuschende Marke für den Holländer.

- Besser läuft es derzeit bei Fortuna-Angreifer Stefan Reisinger. Der Düsseldorfer möchte im Spiel gegen Nürnberg weiter an seiner Trefferquote arbeiten. Der Angreifer knipste in den letzten drei Partien je ein Mal für den Aufsteiger und rechtfertigt momentan seine Einsatzzeiten.

- Stürmer Marko Arnautovic will ebenfalls dort weitermachen wo er vergangenen Spieltag aufgehört hat. Nach seinem ersten Dreierpack im Spiel gegen Hoffenheim ist er Werder Bremens Top-Scorer. Der Österreicher soll der Schaaf-Elf helfen, endlich wieder zwei Siege hintereinander einzufahren. Bremen ist es im ganzen Kalenderjahr bisher nicht gelungen, zwei Bundesliga-Spiele in Folge zu gewinnen. Letztmals gelang dies den Nordlichtern am 11./12. Spieltag der vergangenen Saison. Im Duell mit Eintracht Frankfurt trifft Bremen auf den Führenden der aktuellen Torschützenliste, Alexander Meier (9 Treffer).

- Gemeinsam mit Meier auf Platz eins der Torjägerliste befindet sich der Mainzer Adam Szalai. Nach 474 Bundesliga-Minuten traf der Ungar zuletzt wieder und hofft an seinem 25. Geburtstag auf einen weiteren Treffer in Mönchengladbach.

- Von einem Knipser kann Greuther Fürth nur träumen. In den letzten drei Spielen gelang den Fürthern kein einziges Tor. Damit sind sie seit inzwischen 355 Minuten torlos und können in Freiburg einen neuen Vereinsrekord aufstellen.

Wir müssen draußen bleiben...

- Den Frankfurtern fehlt mit Karim Matmour das Raubein der vergangenen Woche. Mit seinem Platzverweis in Düsseldorf wurde er innerhalb von nur sieben Tagen wiederholt vom Platz gestellt. Das schaffte zuvor kein anderer Spieler in der Bundesliga-Geschichte.

- Einen eigenen Maßstab in dieser Hinsicht setzt Javier Pinola bei den "Cluberern". Der Argentinier sah seine 55. Gelbe Karte in der Bundesliga und wird sich das Spiel von außen anschauen müssen. Bei der nächsten Verwarnung zieht er mit dem alleinigen Rekordhalter Andreas Wolf gleich.

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