Bundesliga - Bayern: "Na komm doch, BVB!"

Es hätte ein heißer Abschluss-Tanz werden sollen vor dem großen Gala-Ball gegen den BVB am kommenden Samstag. Jupp Heynckes hatte vor dem starken Gegner aus Freiburg gewarnt. Doch dieser starke Gegner schwächte sich früh selbst und beraubte sich damit einer durchaus realistischen Chance.

Beim großen Rivalen aus Dortmund dürften sie schon 18 Minuten nach Anpfiff die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben.

Nachdem man am Tag zuvor auf folgenschwerer Sparflamme gegen Düsseldorf den Bayern selbst in die Karten gespielt hatte, hielt der Spitzenreiter auch in Freiburg schnell das bessere Blatt in den Händen.

Handelfmeter und Rote Karte nach 18 Minuten. Im kalten Dauerregen von Freiburg wurden alle Hoffnungen auf eine mögliche Überraschung hinter der Nordtribüne in die Dreisam gespült.

Freiburg verkauft sich teuer

Zu Unrecht, denn Freiburg steckte auch nach dem 0:1 durch Thomas Müller (12.) und dem Platzverweis von Fallou Diagne (18.) keineswegs auf. Da die Mannschaft von Christian Streich gerne für zwölf Mann läuft, rackert und arbeitet, wurde der Ausfall teilweise kompensiert.

Und weil die Bayern ihre Führung nur noch verwalteten, um mit Blick auf das Gipfeltreffen gegen Dortmund wertvolle Kräfte zu sparen, hätte der Schuss auch nach hinten losgehen können.

Das Handspiel von Javier Martinez in der 39. Minute ähnelte dem von Freiburgs Oliver Sorg und hätte für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen können, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Am Ende versetzte Anatolij Timoschtschuk den müden Gastgebern den Gnadenstoß (79.).

Na dann komm doch, BVB!

Heynckes hatte unter der Woche nichts wissen wollen vom großen Duell gegen den BVB. Seine Aufmerksamkeit hatte nur Freiburg gegolten. Doch das dürfte sich nun ändern, hinter dem 14. Spieltag steht "mission accomplished". Dortmund kann kommen!

Es dürfte wohl die letzte große Chance sein, den geplanten Münchner Durchmarsch einzubremsen. Elf Punkte und ein klar besseres Torverhältnis trennen den Herbst- vom amtierenden Meister.

Start-Rekord, beste Bilanz der Bundesliga-Geschichte, früheste Herbstmeisterschaft, größter Vorsprung auf Platz zwei - die Rekord-Bayern basteln an einer Rückeroberung des Meister-Titels, die jeden Ansatz von Widerstand hinwegzufegen scheint.

Dortmunds Strohhalm: Ein letzter Rekord

Am Samstag auch Dortmund? Für den Titelverteidiger bliebe dann nur zu hoffen, dass die Bayern letztlich die Saison so einmalig beenden, wie sie sie begonnen haben. Mit einem Rekord.

Schließlich hatte noch nie hat eine Mannschaft einen derartigen Vorsprung auf dem Weg zur Meisterschaft noch verspielt...

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