Bundesliga - Arnautovic: Einer für Allofs' "Wölfe"

Marko Arnautovic ist endlich in Bremen angekommen und spielt eine sehr starke Saison. Doch jetzt wo es läuft, könnten seine Tage an der Weser bald gezählt sein. Der Österreicher wird mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht, jenem Verein, dessen Manager Klaus Allofs den Österreicher einst nach Bremen holte.

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass Arnautovic für 6,2 Millionen Euro von Twente Enschede nach Bremen wechselte. Allofs hatte den Transfer damals für Werder eingefädelt, weil er vom Potenzial des Angreifers überzeugt war.

Lange musste er dafür öffentlich Prügel einstecken, da das "Enfant Terrible" nicht die erwartete Leistung ablieferte. Auch Allofs selbst legte sich mit dem Österreicher oft an.

Inzwischen aber dürfte man sich in Bremen freuen, dass der Deal damals geklappt hat. Arnautovic hat in dieser Bundesliga-Saison bereits zehn Scorerpunkte auf seinem Konto und kam gerade zum Ende der Hinrunde immer besser in Form.

Gibt es bereits Gespräche?

Doch die Anlaufzeit war lang und ein Großteil des Vertrags des Österreichers ist bereits abgelaufen. Im Sommer 2014 könnte der heute 23-Jährige Werder ablösefrei verlassen - ein Szenario, das den finanziell nicht besonders gut situierten Bremern gar nicht recht sein dürfte.

Wie die "Wolfsburger Allgemeine" berichtet, sind die Hanseaten daher bereit, Arnautovic bereits ein Jahr vorher gehen zu lassen, um wenigstens noch eine Ablöse zu kassieren. Gespräche zwischen Wolfsburgs neuem Manager Allofs und dessen Ex-Verein sollen bereits aufgenommen worden sein.

Unlängst hatte Allofs vielsagend bestätigt: "Man kann nicht ausschließen, dass es Transfers zwischen beiden Vereinen geben wird." Und Wolfsburgs Ex-Manager Felix Magath zitiert die "Wolfsburger Allgemeine" folgendermaßen: "Allofs wird nicht der Letzte gewesen sein, der aus Bremen nach Wolfsburg geht."

Herzog: "Werder muss ins internationale Geschäft"

Arnautovic' Landsmann Andreas Herzog sieht einen möglichen Wechsel zwar skeptisch, findet aber auch Gründe dafür. "Den Schritt zu einem anderen Klub muss sich Marko gut überlegen. Dort müsste er sich wieder neu einleben, was nicht immer einfach ist", so der ehemalige Bremer Mittelfeldspieler gegenüber der "Bild".

Für Herzog, der im Sommer 2010 maßgeblich an Arnautovic' Wechsel nach Bremen beteiligt war, steht und fällt die Entscheidung daher mit Bremens Abschneiden in dieser Saison. "Werder muss schauen, wieder das internationale Geschäft zu erreichen. Sonst wird es schwierig, außergewöhnliche Spieler wie Marko zu halten. Auf Dauer im Mittelfeld zu stehen, reicht da nicht."

Das Erreichen der Europa League würde den Bremern schließlich auch das nötige Kleingeld sichern, um Arnautovic' Vertrag zu verlängern und auf Verkaufserlöse zu verzichten.

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