Bundesliga - Allofs zu Wolfsburg: So gut wie sicher

Vieles spricht dafür, dass der Wechsel von Werder Bremen zum VfL Wolfsburg schon in Kürze perfekt gemeldet wird. Im Aufsichtsrat der Hanseaten hat der Manager und Geschäftsführer durch einige Transfer-Flops an Kredit eingebüßt. Steine werden ihm wohl nicht in den Weg gelegt. Eine Hürde gibt es aber dennoch.

Klaus Allofs wollte nicht viel sagen, tat es aber doch.

Ein Treuebekenntnis zu seinem Verein Werder Bremen, wo er seit 13 Jahren als Manager und mittlerweile auch Geschäftsführer tätig ist, sparte er bewusst aus und lieferte umgehend den Grund dafür: "Im Fußball kann alles schnell gehen."

Auf die Frage, ob er bis zum Ende seines Vertrages im Jahr 2015 in Bremen bleiben werde, sei das die einzige Antwort, die er seriöserweise geben könne. Der 55-Jährige ist erfahren und kennt sich aus. Deshalb kaschiert er die Wahrheit geschickt.

Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr: Volkswagen, der finanzkräftige Sponsor des VfL Wolfsburg, will Allofs verpflichten.

Vertreter beider Klubs, die derzeit namentlich nicht genannt werden wollen, bestätigten bereits weitreichende Verhandlungen. Gegenüber Vertrauten soll Allofs gesagt haben, dass er einem Wechsel "nicht abgeneigt" sei. Für Sonntag oder Montag ist laut "Die Welt" eine außerplanmäßige Aufsichtsratssitzung angesetzt - mit Allofs und Trainer Thomas Schaaf als Teilnehmer - auf der Tacheles geredet wird.

Wenig Kredit im Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat hat Allofs' Image trotz zahlreicher Erfolge in der Vergangenheit gelitten, mit teuren Transfer-Flops (unter anderem Mehmet Ekici, Wesley, Carlos Alberto) hat er Kredit verspielt. Zudem werden mit Frank Baumann, Marco Bode und Dietmar Beiersdorfer schon erste Nachfolge-Kandidaten gehandelt.

Zuletzt musste Allofs bei Werder außerdem einen Verlust von 13,9 Millionen Euro bekanntgeben. Auch in den nächsten Jahren sind die Möglichkeiten der Hanseaten klar limitiert. In Wolfsburg dagegen sitzt das Geld noch relativ locker, die Perspektive ist reizvoller. Die "Wölfe" wollen in den nächsten Jahren Deutscher Meister werden und in Europa angreifen. Das sind Dimensionen, an die sich auch Allofs wieder gewöhnen will.

Die letzte Hürde auf dem Weg zur Vollzugsmeldung ist die Ablöse. Die "Bild" spekuliert mit einer Summe von 2,5 Millionen Euro. Rund eine Million pro verbleibendes Vertragsjahr. Ist Wolfsburg bereit, das Geld zu zahlen, wovon ausgegangen werden kann, könnte der Wechsel schon in dieser Woche perfekt sein.

Am kommenden Wochenende empfängt Werder Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, in zwei Wochen wird es mit dem Auftritt in Wolfsburg dann richtig pikant. Mehr als ein schweres Spiel? "Dazu", so Allofs, "will ich jetzt gar nichts mehr sagen."

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