Boxen - Nach schweren Vorwürfen: Keine Strafe für Wegner

Ulli Wegner kommt nach seinem Vorwurf einer Absprache beim internen Stallduell um die Box-EM zwischen Eduard Gutknecht und Jürgen Brähmer anscheinend mit einem blauen Auge davon. "Natürlich bin ich denen von Sauerland damit auf die Füße getreten. Aber bislang hat sich deshalb bei mir noch keiner gemeldet. Und wenn es kracht, dann ist mir das auch egal. Dann gehe ich eben in Rente", sagte Wegner.

Wegner hatte am Rande des EM-Kampfes behauptet, sein Boxer Gutknecht habe nur eine Chance, wenn er Brähmer K.o. schlage.

Zudem sprach er vor laufender TV-Kamera davon, dass "beschissen werde". Damit brachte der 70-Jährige den Verdacht einer Stallregie auf. Brähmer und Gutknecht boxen beide für den Sauerland-Stall. Das Duell um die EM gewann Brähmer einstimmig nach Punkten.

"Fans sind auf meiner Seite"

"Ich habe nie etwas gegen das Urteil gesagt. Nur wie in den ersten Runden gepunktet wurde, war nicht okay. Das geht nicht. Ich habe im Anschluss noch nie so viele Anrufe bekommen. Die Fans sind auf meiner Seite", sagte Wegner, der seit Jahren als Meistertrainer hohes Ansehen genießt.

Wegner bereute sein Worte nicht. "Na klar sind die jetzt beleidigt. Aber es ist doch wichtig, dass ich das angesprochen habe", sagte der Berliner. Auch Gutknecht hatte Zweifel an dem Urteil. "Der Sieg ging an den größeren Namen", sagte der entthronte Europameister.

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