Boxen - Keine Strafe für Wegner

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Startrainer Ulli Wegner kommt nach seinem schweren Vorwurf einer Absprache beim internen Stallduell um die Box-EM am Samstag zwischen seinem Schützling Eduard Gutknecht und Jürgen Brähmer anscheinend mit einem blauen Auge davon.

"Natürlich bin ich denen von Sauerland damit auf die Füße getreten. Aber bislang hat sich deshalb bei mir noch keiner gemeldet. Und wenn es kracht, dann ist mir das auch egal. Dann gehe ich eben in Rente", sagte Wegner dem SID am Sonntag.

Wegner hatte am Rande des EM-Kampfes behauptet, sein Boxer Gutknecht habe nur eine Chance, wenn er Brähmer k.o. schlage. Zudem sprach er vor laufender TV-Kamera davon, dass "beschissen werde". Damit brachte der 70-Jährige den Verdacht einer Stallregie auf. Brähmer und Gutknecht boxen beide für den Sauerland-Stall. Das Duell um die EM gewann Brähmer einstimmig nach Punkten.

"Ich habe nie etwas gegen das Urteil gesagt. Nur wie in den ersten Runden gepunktet wurde, war nicht okay. Das geht nicht. Ich habe im Anschluss noch nie so viele Anrufe bekommen. Die Fans sind auf meiner Seite", sagte Wegner, der seit Jahren als Meistertrainer hohes Ansehen genießt. Auch Gutknecht hatte Zweifel an dem Urteil. "Der Sieg ging an den größeren Namen", sagte der entthronte Europameister.

Stall-Chef Wilfried Sauerland meinte in einer offiziellen Stellungnahme, man sollte die Aussagen Wegners nicht überbewerten. "Ich denke, Ulli Wegner wird einsehen, dass er mit seinen Äußerungen über die Stränge geschlagen hat." Wegner ließ in der offiziellen Stellungnahme mitteilen, dass er sich entschuldigen würde. "Ich muss zugeben, dass die Emotionen mit mir durchgegangen sind."

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