Boxen - Huck schlägt Arslan mit viel Mühe

Marco Huck hat seine Pflichtaufgabe im Cruisergewicht vor einem möglichen Aufstieg in die höhere Klasse nur mit viel Mühe gemeistert. Der Weltmeister aus Berlin verteidigte seinen Titel nach Version der WBO gegen den starken Herausforderer Firat Arslan in Halle/Westfalen mit einem einstimmigen Punktsieg erfolgreich.

Huck, der in seinem 38. Profikampf den 35. Sieg feierte, wurde von der WBO nach seiner zehnten erfolgreichen Titelverteidigung zum Superchampion ernannt.

Der frühere WBA-Champion Arslan kassierte in seinem 40. Fight hingegen die sechste Niederlage und verspielte womöglich seine letzte Chance auf einen erneuten Titelgewinn. Nach dem Kampf zeigte er sich vom Urteil bitter enttäuscht und überrascht: "Ich habe so ein Urteil noch nicht erlebt. Wie kann die ARD so was zeigen? Wie kann so was passieren?" Einer seiner Trainer sprach sogar vom "größten Betrug der Box-Geschichte".

Klitschko lehnt ab

Der 27-jährige Huck, Schützling von Erfolgstrainer Ulli Wegner, hatte schon vor dem Kampf gegen seinen 42 Jahre alten Gegner mit einem erneuten Wechsel in das Schwergewicht kokettiert. Der Sauerland-Boxstall, bei dem der gebürtige Jugoslawe unter Vertrag steht, unterbreitete Wunschgegner Wladimir Klitschko wenige Tage vor dem Duell in Halle ein lukratives Fünf-Millionen-Angebot. Das Lager des Ukrainers lehnte es aber umgehend ab.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte Huck sein Glück in der Beletage des Profiboxens gesucht, musste beim Debüt aber eine umstrittene Punktniederlage gegen den Russen Alexander Powetkin hinnehmen. Sollte Klitschko seinen Kampf in der kommenden Woche gegen den Polen Mariusz Wach gewinnen, muss er zunächst gegen Powetkin antreten. Huck könnte dann den Sieger dieses Duells herausfordern.

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