Boxen - Hirntod von Boxer Camacho festgestellt

Rund 30 Stunden nach seiner Verwicklung in eine Schießerei in seiner Heimat Puerto Rico haben die Ärzte den Hirntod des früheren Box-Weltmeisters Hector Camacho festgestellt. "Wir haben alles getan, was wir konnten", sagte Krankenhaus-Direktor Ernesto Torres auf einer Pressekonferenz in San Juan. Camacho liege in einem tiefen Koma und zeige keine Reaktion.

Ob er weiter an ein Beatmungsgerät angeschlossen bleibe, um ihn am Leben zu halten, entscheide die Familie des 50-Jährigen.

Camacho befand sich in der Kleinstadt Bayamon als Beifahrer in einem geparkten Auto, als ihn eine Kugel im Gesichts- und Halsbereich traf. Camacho wurde in eine Klinik in San Juan gebracht und erlitt kurz darauf einen Herzinfarkt. Der 49 Jahre alte Fahrer des Wagens wurde getötet. Ob es sich um einen gezielten Anschlag handelte, ist unklar.

Camacho war WBC-Champion im Superfeder- und Leichtgewicht, sowie zweimaliger WBO-Weltmeister im Halbweltergewicht. Der 1,69 Meter kleine Rechtsausleger galt als einer der schnellsten Boxer der Welt.

Video: Boxer schlägt Ringrichter

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