Bob - Konkurrenz protestierte gegen Friedrichs Kufen

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Die ausländische Konkurrenz hat versucht, den Zweier-Triumph von Francesco Friedrich bei der Bob-WM in St. Moritz mit einem Protest zu verhindern. "Direkt nach dem zweiten Lauf haben sie Einspruch gegen meine Kufen eingelegt. Erst die Russen, dann die Kanadier und Amerikaner", sagte der 22-Jährige aus Oberbärenburg dem SID: "Aber bei uns war alles innerhalb des Reglements, wir hatten im Schleifpapier sogar mit am meisten Abrieb."

Bereits bei der EM vor einer Woche im österreichischen Igls hatte das russische Team mit dem ehemaligen Weltklassepiloten Pierre Lueders als Trainer Einspruch gegen die Kufen von Vierer-Europameister Maximilian Arndt (Oberhof) eingelegt. Auch dieser Protest wurde vom Weltverband FIBT abgeschmettert.

"Sie tun das einfach nur auf Verdacht. Es bringt ihnen nichts, sondern sie müssen dafür sogar 100 Euro zahlen", sagte Thomas Schwab. Für den Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) hat es auch eine positive Seite: "Das zeigt doch nur, dass die anderen nervös sind."

Friedrich ist dagegen nicht so glücklich über das Verhalten einiger Konkurrenten. "Die wollen uns aus dem Konzept bringen", sagte der jüngste Zweierbob-Weltmeister der Geschichte: "Wenn die vor dir stehen, dann gucken sie dich nicht an. Aber wenn sie hinten liegen, dann versuchen sie es mit solchen Mitteln."

In der ersten Saisonhälfte schienen Top-Piloten wie Alexander Subkow (Russland) oder Steven Holcomb (USA) noch das etwas bessere Material zu haben. Doch in der Testphase zwischen Weihnachten und Neujahr wurden im deutschen Team die Kufen zusammen mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) optimiert. Bei den Zweier-Rennen in St. Moritz waren die deutschen Piloten bei den Höchstgeschwindigkeiten durchweg vorne dabei.

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