Hochfilzen - Premierensieg für Solemdal, Gössner Sechste

Synnoeve Solemdal hat das Verfolgungsrennen der Biathletinnen in Hochfilzen gewonnen. Die Norwegerin setzte sich nach 10 Kilometern mit nur einem Schießfehler vor ihrer Landsfrau Tora Berger (2 Fehler, 30,2 Sekunden zurück) und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland (4/+33,3) durch und feierte damit ihren ersten Weltcupsieg. Beste deutsche Skijägerin war Miriam Gössner (4/+59,4) auf dem sechsten Platz.

Nach den ersten beiden Liegendanschlägen lag Mäkäräinen noch deutlich in Führung. Doch das Stehendschießen wurde der Finnin einmal mehr zum Verhängnis: In dieser Saison traf Mäkäräinen bislang nur 72 Prozent ihrer Versuche, diese Bilanz sollte sich in Hochfilzen noch weiter verschlechtern.

Beim ersten Stehendanschlag fanden nur drei der fünf Versuche das Ziel - zwei weitere zitterte die 29-Jährige rein. Solemdal nutzte die Gelegenheit, stellte sämtliche Scheiben auf weiß und ging knapp vor der aus ihren Strafrunden kommenden Finnin wieder auf die Strecke.

Mäkäräinen patzt beim Stehendanschlag

Domratschewa erlaubte sich ebenfalls keinen Fehler und jagte das Duo. Die Entscheidung sollte dann im letzten Schießen fallen. Wieder einmal setzte bei Mäkäräinen die "Nähmaschiene" ein - wieder einmal brachte sie nur drei ihrer fünf Schüsse ins Ziel.

Während die Finnin patzte, blieb Solemdal eiskalt. Erneut traf die 23-Jährige alle fünf Versuche. Da auch Domratschewa nur vier Scheiben umklappen ließ, war die Vorentscheidung zu Gunsten der Norwegerin gefallen.

Vierkampf ums Podest

Auf der letzten Runde kämpften Mäkäräinen, Domratschewa, Berger und die Ukrainerin Semerenko um die Podestplätze. Berger und Mäkäräinen setzten sich früh von ihren Konkurrentinnen ab und lieferten sich bis zum Schluss ein an Kopf-an-Kopf-Rennen.

Auf den letzten Metern zündete Berger dann den Turbo und machte den norwegischen Doppel-Erfolg perfekt.

Horchler sichert sich WM-Norm

Die deutschen Damen lieferten ein sehr ordentliches Ergebnis ab. Gössner wurde trotz vier Schießfehlern Sechste, Horchler Zehnte und Henkel landete am Ende auf Rang 17. Horchler sicherte sich somit überraschend früh die WM-Norm.

Gössners Fehler am Schießstand verhinderten eine noch bessere Platzierung. "Viermal ein Fehler ist schon ärgerlich, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe mich ganz gut gefühlt und freue mich auf die nächsten Rennen", ärgerte sich die 22-Jährige nach dem Rennen: "Viermal null Fehler zu schießen, ist für die nächsten Rennen auf jeden Fall ein großes Ziel."

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