Biathlon - Präsident Hörmann verteidigt hohe deutsche Ziele

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Präsident Alfons Hörmann hat die hohen Zielstellungen des Deutschen Skiverbandes (DSV) bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto verteidigt. Dass DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller vor der WM in Tschechien den Gewinn von fünf bis sechs Medaillen als Ziel ausgegeben hat, sei richtig gewesen. "Thomas Pfüller hat meine volle Unterstützung und hat in jedweder Form richtig gehandelt", sagte Hörmann dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Wir sind in der Vergangenheit immer gut damit gefahren, klare Ziele zu definieren. Das sind unsere Athleten gewohnt."

Allerdings legten die Skijäger bei der WM den schlechtesten Start seit 16 Jahren hin und hatten nach dem Auftaktwochenende noch keine Medaille gewonnen. "Wir müssen mit dieser Zwischenbilanz leben. Jetzt müssen wir abwarten, was die abschließenden Rennen bringen, dann werden wir analysieren", sagte Hörmann.

Um die Zukunft der Biathleten macht sich Hörmann jedoch keine Sorgen. "Ich sehe gar keinen Grund, das große Ganze in Frage zu stellen. Im Biathlon bin ich felsenfest davon überzeugt, dass unser System so aufgestellt und strukturiert ist, dass man mit ein bisschen Geduld wieder Erfolge feiern wird", sagte der Verbandspräsident am Rande der Alpin-WM in Schladming.

Gerade nach den schmerzhaften Rücktritten von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner und Dreifach-Olympiasieger Michael Greis würden die Skijäger eine schwierige Phase durchmachen. "Sie haben uns so viele Jahre viel Freude gemacht, dann kann es auch so kommen, dass sie unter Umständen mal mit weniger nach Hause kommen", sagte der oberste DSV-Funktionär.

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