Biathlon - Graf verpasst Podium knapp

Die deutschen Biathleten sind im ersten Sprintrennen knapp an einem Podestplatz vorbeigeschrammt, haben aber mit einem starken Mannschaftsergebnis überzeugt. Florian Graf landete im schwedischen Östersund über 10 Kilometer mit einem Schießfehler und 29,9 Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz. Überraschungssieger wurde der fehlerfreie Jean Philippe Leguellec aus Kanada in 25:20,4 Minuten.

Auf Platz zwei landete der Franzose Alexis Boeuf (18,1 Sekunden Rückstand/1 Fehler), gefolgt vom Österreicher Christoph Sumann (24,8/1), der sich aus der dritten Startgruppe noch nach vorne schob. Eigentlich wollte er vor der Saison aufhören. Seine Frau überredete den 36-Jährigen aber zum Weitermachen. Sumanns lapidarer Kommentar im Ziel: "Scheinbar bin ich noch nicht zu alt."

Graf freute sich trotzdem über ein super Rennen. "Das ist meine beste Weltcup-Platzierung", sagte er, "da ärgere ich mich auch nicht über das nur knapp verpasste Podest. Beim Schießen habe ich kämpfen müssen, aber mit ein bisschen Glück hat es funktioniert."

Alle Deutschen unter den Top 15

Auch die anderen deutschen Starter präsentierten sich bei Temperaturen von zwölf Grad unter dem Gefrierpunkt und schwierigen Windverhältnissen mit Top-15-Platzierungen in guter Form. Andreas Birnbacher (38,3/2) und Arnd Peiffer (39,6/2) schafften es auf die Plätze acht und neun. "Wir haben uns wirklich sehr gut als Mannschaft präsentiert, wir mischen vorne mit und das ist wichtig", sagte Peiffer.

Simon Schempp (42,3/1) auf Platz elf und Erik Lesser (48,1/2) als 14. überzeugten. "Das ist schon ein Top-Ergebnis, darüber können wir uns wirklich sehr freuen", sagte Lesser, der mit seinem dritten Platz im Einzelrennen für den ersten Podiumsplatz der Saison gesorgt hatte. Vielleicht wäre im Sprint noch etwas mehr für ihn drin gewesen, aber kurz vor dem Ziel stürzte Lesser und verlor dadurch wertvolle Sekunden.

Michael Greis verzichtete derweil auf einen Start. Der 36-Jährige plagt sich mit einer Erkältung herum und wollte kein Risiko eingehen. Auch beim Verfolgungsrennen in Östersund am Sonntag (12.30 Uhr/Live im Ticker auf eurosport.yahoo.de) wird Greis fehlen. Dann gehen nur die besten 60 vom Sprint an den Start. Die guten Ausgangspositionen der anderen Deutschen lassen trotzdem hoffen.

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