Biathlon - Entfesselter Fak holt ersten Sieg

Fantastische Leistung von Jakov Fak. Der gebürtige Kroate schnappte sich in der Verfolgung über 12,5 km in Hochfilzen für Slowenien den ersten Sieg seiner Karriere im Weltcup. Andreas Birnbacher landete nach seinem Sieg im gestrigen Sprint nach zwei Schießfehlern auf dem fünften Rang. Der Russe Dimitri Malyschko wurde Zweiter vor dem Gesamtweltcup-Führenden Martin Fourcade aus Frankreich.

Birnbacher ging mit gerade einmal vier Zehntel Vorsprung vor Fourcade auf die Strecke. Der Schlechinger ließ sich vom Gesamtweltcupführenden im Windschatten ziehen. Fak, als Dritter gestartet, schaffte es lange nicht, die Lücke zu den beiden Führenden zu verkleinern.

Durch den ersten Liegendanschlag kam das Duo noch fehlerfrei, beim zweiten ließ Birnbacher die letzte Scheibe stehen und musste in die Strafrunde. Fourcade traf sogar nur drei von fünf. Fak nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich dank eines fehlerfreien Schießens knapp vor dem Deutschen an die Spitze.

Fak zündet den Turbo

Danach zündete Fak den Turbo, der läuferisch heute nicht gut aufgelegte Birnbacher büßte Sekunde um Sekunde auf den Slowenen ein und musste zwischendurch auch das russische Trio Shipulin, Makoveev und Malyshko an sich vorbeiziehen lassen. "Ich habe heute keinen besonders guten Tag im Laufen erwischt und am Ende keine Chance mehr gehabt", sagte Birnbacher, der seinen dritten Podestplatz des Winters verpasste: "Ich habe erst versucht dranzubleiben, aber es hat keinen Sinn mehr gemacht. Es ist halt nicht jeder Tag gleich, aber ich kann mit dem Ergebnis zufrieden sein."

Am ersten Stehendanschlag erwischte es dann auch Fak: Während Birnbacher, Shipulin und Malyshko alle fünf Treffer ins Ziel setzten, musste der Slowene einmal die 150-Extrameter laufen.

Die Entscheidung sollte letztlich beim letzten Schießen fallen. Doch keiner der Führenden hatte seine Nerven vollends im Griff, Birnbacher, Fourcade, Malyshko und Fak ließen jeweils eine Scheibe schwarz, Shipulin verpasste gar zweimal das Ziel.

Zusammen mit dem herangerückten Schweden Fredrik Lindström machte sich das Quartett Fak, Malyshko, Fourcade und Birnbacher auf die letzte Runde.

Fak mit famoser Attacke

Fak nutzte einen der brutal steilen Schlussanstiege für eine Attacke, nur Malyshko konnte dem Slowenen folgen - doch der Russe schaffte es nicht mehr, dem Slowenen auf den letzten Metern wirklich gefährlich zu werden. Fak sicherte sich in Hochfilzen somit seinen ersten Weltcupsieg.

Als zweitbester DSV-Athlet landete der frühere Sprintweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/2:10,5/3) nur auf Rang 25. Direkt dahinter platzierte sich Simon Schempp (Uhingen/2:13,2/2). Florian Graf (Eppenschlag/2,31,4/5) schaffte es als 29. immerhin noch unter die Top 30. Benedikt Doll (Breitnah/3:17,9/5) kam nicht über Rang 40 hinaus und Erik Lesser (Frankenhain/3:42,9), der in der Vorwoche in Östersund noch mit einem Podestplatz überrascht hatte, leistete sich acht Schießfehler und musste sich mit dem enttäuschenden 44. Platz begnügen.

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