Biathlon - Birnbacher nach Krimi mit Premieren-Sieg

In einem Herzschlagfinale hat Andreas Birnbacher den Sprint in Hochfilzen gewonnen. Der fehlerfreie Schlechinger verwies den Franzosen Martin Fourcade, der einmal in die Strafrunde musste, mit vier Zehntelsekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Slowene Jakov Fak, der ebenfalls einmal das Ziel verfehlte. Fourcade verteidigte mit Rang zwei seine Führung im Gesamtweltcup.

"Im Sprint habe ich nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet. Ich bin wahnsinnig glücklich, weil es mir die beiden letzten Tage eigentlich nicht so gut ging. Ich habe schlecht Luft bekommen", sagte Birnbacher, in der Vorsaison Dritter im Gesamtweltcup:

"Hochfilzen ist fast meine Heimat, deswegen fühle ich mich hier sehr wohl, und das gibt mir zusätzliche Motivation. Ich war voll in meinem Schießfluss drin."

Kampfansage von Fourcade

Birnbacher, der zum ersten Mal überhaupt im Sprint triumphierte, schaffte sich mit dem Sieg auch beste Voraussetzungen für das Verfolgungsrennen über 12,5 km am Samstag (12:45 Uhr im Liveticker). Doch Fourcade, der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison, kündigte trotz des knappen Rückstands bereits Revanche an: "Herzlichen Glückwunsch an Andi, aber am Samstag werde ich wieder vorn sein."

Fourcade, der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison, kündigte trotz des knappen Rückstands Revanche an: "Ich weiß, dass ich wieder gewinnen kann."

Doch sein deutscher Widersacher könnte das zu verhindern wissen, denn seine Form ist glänzend. Im Sprint schoss Birnbacher ohne Fehl und Tadel, obwohl er bei seinem zehnten Schuss jedoch kurz um den Sieg zitterte. "Ich dachte, der ging daneben", sagte er. Aber genau wie in der Loipe lief alles perfekt, und nach Platz zwei im Massenstart in der Vorwoche im schwedischen Östersund krönte er seine starke Form mit dem ersten Saisonsieg.

Peiffer weit zurück

Zweitbester Deutscher wurde Erik Lesser (Frankenhain/40,8 Sekunden Rückstand/1 Fehler) auf Rang 14. Florian Graf (Eppenschlag/1:01,1/0) landete auf Platz 31. Benedikt Doll (Breitnau/1:04,7/2), der nach dem Karriereende von Dreifach-Olympiasieger Michael Greis kurzfristig in die Mannschaft gerutscht war, zeigte eine ordentliche Vorstellung und landete auf Rang 35.

"Die Mannschaft ist wirklich eng zusammen, auch wenn kleine Fehler passieren. Unsere Leistungen sind insgesamt wirklich stark", sagte Birnbacher: "Es ist kein Geheimnis, dass fast jeder von uns auf das Podest landen kann. Wir haben uns als Team nach schweren Jahren zurückgekämpft."

Ex-Sprintweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal Zellerfeld/1:13,6/1) kam nach Problemen in der Loipe nur auf Rang 40, Simon Schempp (Uhingen/1:46,6/1) schaffte es auf Platz 52.

Der Österreicher Friedrich Pinter (eine Strafrunde) verpasste als Vierter zum Auftakt des Heimweltcups nur knapp einen Podiumsplatz. Als bester Eidgenosse belegte der fehlerfreie Schweizer Simon Hallenbarter einen starken achten Rang.

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